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Pilz

Dünner Kreisling

Cudoniella tenuispora

RL DD🔬 Zeigerart

Der Dünne Kreisling ist ein kleiner Schlauchpilz aus der Familie der Helotiaceae, der vor allem in sehr feuchten Habitaten vorkommt. Er bildet winzige, weißliche bis blass gelbliche Fruchtkörper aus, die eine charakteristische kreisel- oder scheibenartige Form auf einem kurzen Stiel besitzen. Die Art besiedelt bevorzugt moderndes Holz, herabgefallene Äste oder Blätter, die sich in der Spritzwasserzone von Bächen oder in Mooren befinden. Aufgrund seiner geringen Größe und speziellen Standortansprüche wird er oft übersehen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Winzige, gestielte Fruchtkörper (1-5 mm); Hutfläche flach oder leicht gewölbt, weißlich bis creme-gelb; mikroskopisch durch schmale, längliche Sporen gekennzeichnet.

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Ernährung

Saprobiontische Lebensweise; der Pilz ernährt sich durch den Abbau von komplexen organischen Verbindungen wie Zellulose in feuchtem Holz.

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Überwinterung

Überdauerung als Myzel im Substrat (Totholz oder organisches Material).

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer in aquatischen Übergangszonen; trägt zum Nährstoffkreislauf bei, indem er organisches Material für Mikroorganismen verfügbar macht.

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Natürliche Feinde

Kleinstlebewesen der Boden- und Holzfauna wie Milben und Springschwänze.

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Konkurrenzarten

Andere saprobiontische Pilze der Ordnung Helotiales und wasserbewohnende Bakterien.

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Ökosystemleistung

Stoffumwandlung und Humusbildung in Feuchtgebieten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Feuchtbiotopen, Entwässerungsmaßnahmen in Wäldern und Entfernung von Totholz aus Uferbereichen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Kreislingsverwandte

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die extrem schmalen und langen Ascosporen (ca. 15–22 x 1,5–2,5 µm), die der Art ihren Namen gaben. Im Vergleich zum häufigeren Wasserkreisling (Cudoniella clavus) sind die Sporen deutlich schmaler. Der Fruchtkörper erinnert in der Form oft an einen Backenzahn (daher auch der Name Backenzahn-Kreisling).

Lebensraum

Feuchte Laubwälder, Erlenbrüche, Bachufer und sumpfige Standorte mit reichlich Totholzangebot.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Ascosporen, die in achtsporigen Asci gebildet werden. Die Sporenfreisetzung erfolgt bei Reife oft in sichtbaren Wolken.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Entwässerung von Feuchtgebieten, forstwirtschaftliche Beräumung von Totholz aus Bachläufen, Bachbegradigungen.

Schutzmaßnahmen

Erhalt von Erlenbruchwäldern, Belassen von Totholz in Fließgewässern, Schutz von Quellbereichen und natürlichen Bachläufen.

Quellen