Gemeine Esche
Fraxinus excelsior
Die Gemeine Esche ist ein stattlicher Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 40 Metern erreicht und durch seine markanten schwarzen Winterknospen erkennbar ist. Ihre unpaarig gefiederten Blätter treiben erst spät im Frühjahr aus und fallen im Herbst oft noch grün ab. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden und ist ein wichtiger Bestandteil von Auen- und Schluchtwäldern. Aktuell ist der Bestand durch das Eschentriebsterben, einen invasiven Pilz, massiv bedroht.

Details
Sauerstoffproduktion
Hohe Sauerstoffproduktion während der Vegetationsperiode durch große Blattmasse.
Habitatfunktion
Nistplatz für Vögel, Substrat für Moose und Flechten, Nahrungsquelle für spezialisierte Insektenlarven.
Nährstoffaufnahme
Hoher Bedarf an Stickstoff und Calcium; effiziente Nährstoffrückführung über das Laub.
Nahrungsquelle für
Samen für Vögel (Gimpel) und Nagetiere; Blätter für Raupen (z.B. Eschen-Zackenspanner); Knospen für Schalenwild.
Nutzung durch Menschen
Hochwertiges Werkzeug- und Sportgeräteholz, Möbelbau, Innenausbau, früher Laubfutter für das Vieh.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Klimax- und Pionierbaumart in feuchten Wäldern; bietet Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Insekten und Epiphyten.
Natürliche Feinde
Hymenoscyphus fraxineus (Eschentriebsterben), Eschenbastkäfer, Rehe (Verbiss).
Konkurrenzarten
Rotbuche, Bergahorn, Bergulme.
Ökosystemleistung
Holzproduktion, Erosionsschutz, Kohlenstoffspeicherung, Verbesserung der Bodenqualität durch leicht zersetzbare Streu.
Bedrohungen
Invasives Eschentriebsterben (Pilzbefall), Klimawandel (Trockenstress), potenzieller Befall durch den Asiatischen Eschenprachtkäfer.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Invasive Pilzerkrankung (Eschentriebsterben), klimabedingter Trockenstress, Verlust von Retentionsflächen und natürliche Flussdynamik.