Langflüglige Schwertschrecke
Conocephalus fuscus
Die Langflüglige Schwertschrecke ist eine mittelgroße, meist grasgrün gefärbte Heuschrecke mit einem charakteristischen braunen Rückenstreifen. Ihre Flügel überragen deutlich das Hinterleibsende, was sie von der Kurzflügligen Schwertschrecke unterscheidet. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Lebensräume wie Hochstaudenfluren, Schilfröhrichte und Feuchtwiesen. In den letzten Jahrzehnten hat sie ihr Areal in Mitteleuropa infolge der Klimaerwärmung deutlich nach Norden ausgeweitet.

Details
Erkennungsmerkmale
Grüne Grundfarbe, brauner Längsstreifen auf dem Rücken, Flügel überragen das Hinterleibsende, Legeröhre des Weibchens gerade und körperlang.
Sozialverhalten
Solitär lebend; Männchen locken Weibchen durch hochfrequenten Gesang an, der für das menschliche Ohr oft schwer hörbar ist.
Ernährung
Omnivor; ernährt sich von verschiedenen Gräsern, Pollen sowie kleinen Insekten wie Blattläusen.
Jagdstrategie
Lauerjäger für kleine Insekten, ansonsten opportunistisches Fressen von Pflanzenteilen.
Laichsubstrat
Markhaltige Pflanzenstängel oder Halme von Gräsern und Seggen.
Überwinterung
Überwinterung im Eistadium in Pflanzenstängeln.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Teil der Nahrungskette als Beutetier für Vögel und Spinnen sowie als Konsument von Kleininsekten.
Natürliche Feinde
Vögel, Webspinnen, Raubfliegen, kleine Säugetiere.
Konkurrenzarten
Kurzflüglige Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis) in ähnlichen Habitaten.
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle durch Verzehr von Blattläusen.
Bedrohungen
Zerstörung von Feuchtwiesen, Entwässerung von Mooren, intensive Mahd von Wegrändern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Die Flügel sind lang und überragen bei beiden Geschlechtern deutlich das Hinterleibsende. Der Legebohrer (Ovipositor) der Weibchen ist fast völlig gerade und mit 10-15 mm etwa körperlang. Männchen besitzen gerade Cerci mit einem deutlichen Zahn etwa in der Mitte der Innenseite.
Lebensraum
Bevorzugt feuchte bis nasse Standorte wie Seggenriede, Röhrichte, Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren. Zunehmend auch in mesophilen Habitaten wie Brachen, hohen Grasbeständen und Getreidefeldern anzutreffen.