Gewöhnliches Sonnenröschen
Helianthemum nummularium
Das Gewöhnliche Sonnenröschen ist ein niederliegender bis aufsteigender Zwergstrauch, der bevorzugt auf kalkhaltigen Trockenrasen wächst. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern und bildet oft dichte Matten. Ihre fünfzähligen, goldgelben Blüten öffnen sich nur bei ausreichendem Sonnenschein und locken zahlreiche Bestäuber an.

Details
Habitatfunktion
Bietet Struktur und Nahrung in extremen Trockenstandorten.
Nährstoffaufnahme
Geringer Nährstoffbedarf; angepasst an karge Böden.
Nahrungsquelle für
Raupenfutter für den Grünen Zipfelfalter (Callophrys rubi) und den Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis).
Nutzung durch Menschen
Zierpflanze für Steingärten; Verwendung in der Bachblütentherapie (Rock Rose).
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Nektarpflanze und Raupenfutterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge; stabilisiert lockere Böden in Hanglagen.
Natürliche Feinde
Weidetiere (Schafe, Ziegen), diverse Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Verdrängung durch hochwüchsige Gräser und Sträucher bei ausbleibender Pflege oder Eutrophierung.
Ökosystemleistung
Unterstützung der Biodiversität durch Bereitstellung von Nahrung für Bestäuber; Erosionsschutz.
Bedrohungen
Lebensraumverlust durch Nutzungsaufgabe (Verbuschung) oder Intensivierung der Landwirtschaft sowie Stickstoffeintrag.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Vorwiegend generativ über Samen; bildet eine langlebige Samenbank im Boden aus.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung durch atmosphärische Stickstoffeinträge, Nutzungsaufgabe (Verbuschung und Sukzession), Umbruch von Grünland sowie zu intensive Beweidung.