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Bakterium/Virus

Adenoviren

Adenoviridae

RL NE🔬 Zeigerart

Adenoviren sind eine Familie von unbehüllten Viren mit einem ikosaedrischen Kapsid und einem linearen, doppelsträngigen DNA-Genom. Sie infizieren ein breites Spektrum von Wirbeltieren, einschließlich Menschen, und verursachen meist Atemwegs-, Augen- oder Magen-Darm-Erkrankungen. Diese Viren sind in der Umwelt sehr stabil und können außerhalb eines Wirts über längere Zeiträume überleben, insbesondere in aquatischen Milieus.

Details

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Erkennungsmerkmale

Ikosaedrische Struktur (20-seitig) mit einem Durchmesser von 70–90 nm; charakteristische fadenförmige Projektionen (Fasern) an den Ecken des Kapsids.

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Ernährung

Viren sind obligate intrazelluläre Parasiten; sie nehmen keine Nahrung auf, sondern nutzen die Ressourcen der Wirtszelle zur Replikation.

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Jagdstrategie

Adsorption an spezifische Rezeptoren der Wirtszelloberfläche und anschließende Endozytose.

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Laichsubstrat

Wirtszellen (Replikation erfolgt im Zellkern der Wirtszelle).

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Überwinterung

Können in Gewässern oder im Wirtsorganismus bei niedrigen Temperaturen überdauern.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Regulierung von Wirtspopulationen und Förderung des horizontalen Gentransfers; in aquatischen Systemen Teil des viralen Shunts.

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Natürliche Feinde

Abbau durch UV-Strahlung, Enzyme in der Umwelt oder das Immunsystem der Wirte.

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Konkurrenzarten

Andere Viren, die um dieselben Zellrezeptoren oder Ressourcen innerhalb der Wirtszelle konkurrieren.

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Ökosystemleistung

Einsatz in der Biotechnologie für Gentherapien und als Vektoren für Impfstoffe.

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Bedrohungen

Umweltfaktoren wie extreme Hitze, starke UV-Exposition und chemische Desinfektionsmittel.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Adenoviridae (Adenoviren)

Lebensraum

In Wirbeltierwirten (Schleimhaeute von Atemwegen, Darm, Augen). In der Umwelt ubiquitaer in Abwaessern, Fluessen und Kuestengewaessern aufgrund hoher Stabilitaet und Ausscheidung ueber Faezes.

Ökologische Rolle

Regulierung von Wildtierpopulationen durch Infektionen; fungieren als Modellorganismen in der Molekularbiologie und als Vektoren in der Gentherapie sowie bei der Entwicklung von Vektorimpfstoffen (z.B. gegen SARS-CoV-2).

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