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Säugetier

Fransenfledermaus

Myotis nattereri

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Fransenfledermaus ist eine mittelgroße Myotis-Art mit hellgrauem bis braunem Rückenfell und fast weißer Unterseite. Auffällig ist der dichte Borstensaum an der Hinterkante der Schwanzflughaut sowie der S-förmig gebogene Sporn. Sie bewohnt bevorzugt lockere Wälder, Parks und gewässernahe Habitate. Während des Sommers nutzt sie Baumhöhlen oder Gebäude als Quartiere.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Borstensaum an der Schwanzflughaut, S-förmiger Calcar, langer Tragus (Ohrdeckel), hellweißer Bauch.

🐠

Sozialverhalten

Bildet Wochenstuben von 20 bis 50 Weibchen; Männchen leben oft in kleineren Gruppen oder einzeln.

🍽️

Ernährung

Insektenfresser; ernährt sich von Fliegen, Mücken, Spinnen, Käfern und Nachtfaltern.

🎯

Jagdstrategie

Gleaning (Absammeln von Beute von Blättern und Rinde) sowie Fang im Flug (Aerial Hawking).

❄️

Überwinterung

Winterschlaf in feuchten Kellern, Stollen, Höhlen oder Mauerspalten bei Temperaturen von 2-8 Grad Celsius.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Insektenfresser, der zur Regulation von Insektenpopulationen in Waldökosystemen beiträgt.

🦅

Natürliche Feinde

Eulen (z.B. Waldkauz), Marder, Hauskatzen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Myotis-Arten wie die Wasserfledermaus oder die Bechsteinfledermaus.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr großer Mengen an Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierung, forstwirtschaftliche Intensivierung und Einsatz von Insektiziden.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Glattnasen

Erkennungsmerkmale

Charakteristischer Saum aus kurzen, steifen Borstenhaaren an der Hinterkante der Schwanzflughaut (Uropatagium). Der Sporn (Calcar) ist deutlich S-förmig geschwungen und etwa halb so lang wie die Schwanzflughaut.

Lebensraum

Stark strukturierte Landschaften mit hohem Waldanteil (Laub- und Mischwälder), Parks, Obstgärten und Gewässernähe. Bevorzugt Waldrandhabitate und vegetationsreiche Jagdgebiete.

Ernährung

Insektenfresser; Nahrung besteht aus Diptera (Mücken, Fliegen), Lepidoptera (Nachtfalter), Coleoptera (Käfer) sowie Spinnen und Weberknechten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX
FFH-Anhang
IV

Hauptbedrohungen

Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierung und moderne Forstwirtschaft (Entnahme von Höhlenbäumen); Einsatz von Pestiziden; Zerschneidung von Flugkorridoren.

Bestandstrend

Stabil; in Mitteleuropa weit verbreitet und regional häufig, jedoch lokal durch Quartierverlust gefährdet.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Erhalt von Altholz und Höhlenbäumen; fledermausfreundliche Sanierung von Gebäuden; Verzicht auf Insektizide in Wäldern; Vernetzung von Habitaten.

Wikipedia →