Teich-Schachtelhalm
Equisetum fluviatile
Der Teich-Schachtelhalm ist eine sommergrüne Gefäßsporenpflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreicht. Er zeichnet sich durch seine meist unverzweigten, glatten Stängel aus, deren Zentralhöhle etwa vier Fünftel des Gesamtdurchmessers einnimmt. Die Pflanze wächst bevorzugt in flachen Stillgewässern, Gräben oder Mooren und bildet dort oft ausgedehnte Reinbestände. Die Vermehrung erfolgt primär über unterirdische Rhizome sowie über Sporen, die in endständigen Ähren gebildet werden.

Details
Sauerstoffproduktion
Geringfügige Sauerstoffabgabe in das Wasser und Sediment über das Aerenchym.
Habitatfunktion
Dient als Laichsubstrat für Amphibien und als Versteck für Jungfische sowie Wirbellose.
Nährstoffaufnahme
Hohe Kapazität zur Aufnahme von Silikaten und Stickstoffverbindungen.
Nahrungsquelle für
Nahrung für Bisamratten und Wasservögel; Wirtspflanze für verschiedene spezialisierte Insektenarten.
Nutzung durch Menschen
Historisch zum Polieren von Metallen (Zinnkraut) genutzt; in der Pflanzenheilkunde als Diuretikum und zur Gewebestärkung.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierpflanze in Verlandungszonen; bietet Struktur und Schutz für aquatische Mikroorganismen und Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Schilfrohr (Phragmites australis), Rohrkolben (Typha spp.) und andere Röhrichtbildner.
Ökosystemleistung
Uferstabilisierung durch Rhizomgeflecht; Nährstofffiltration aus dem Wasser; Habitatbereitstellung.
Bedrohungen
Melioration von Feuchtgebieten, Trockenlegung von Gräben und übermäßige Eutrophierung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ durch Sporen; intensiv vegetativ durch weitreichende, unterirdische Rhizomausläufer.