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Zooplankton

Süßwassermeduse

Craspedacusta sowerbii

RL NE🔬 Zeigerart

Die Süßwassermeduse ist ein Nesseltier, das ursprünglich aus dem Jangtse-Becken in China stammt und heute weltweit als Neobiota verbreitet ist. Sie durchläuft einen Generationswechsel zwischen einem winzigen, festsitzenden Polypen und der freischwimmenden Meduse. Die Medusenform tritt meist nur in den Sommermonaten auf, wenn die Wassertemperaturen über 25 Grad Celsius steigen. Trotz ihrer Nesselzellen ist sie für den Menschen völlig harmlos, da diese die menschliche Haut nicht durchdringen können.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Schirmförmiger, transparenter Körper; bis zu 400 feine Tentakel am Schirmrand; vier deutlich sichtbare, weißliche Keimdrüsen in Kreuzform.

🐠

Sozialverhalten

Tritt oft in massenhaften Ansammlungen (Blüten) auf, zeigt jedoch kein kooperatives Sozialverhalten.

🍽️

Ernährung

Ernährt sich primär von Zooplankton wie Daphnien, Copepoden und Rädertierchen.

🎯

Jagdstrategie

Passiver Fang durch Ausstrecken der Tentakel; Beutetiere werden bei Kontakt gelähmt und zum Mund geführt.

🥚

Laichsubstrat

Gibt Gameten direkt in das freie Wasser ab (Freilaicher).

❄️

Überwinterung

Überwintert in Form von Dauerstadien (Podozysten) oder als Polypen im Sediment.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Prädator im pelagischen Nahrungsnetz; kann bei Massenvorkommen die Zooplankton-Dichte signifikant reduzieren.

🦅

Natürliche Feinde

Fische (gelegentlich), Krebstiere und räuberische Insektenlarven.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere planktivore Organismen wie Jungfische oder räuberisches Zooplankton.

⚠️

Bedrohungen

Plötzliche Kälteeinbrüche und chemische Wasserverunreinigungen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Olindiidae

Erkennungsmerkmale

Besitzt hunderte von Tentakeln unterschiedlicher Länge am Schirmrand, die in Gruppen angeordnet sind. Charakteristisch sind die vier weißlichen, sackartigen Gonaden, die unter den Radialkanälen hängen. Polypenstadien sind winzig (ca. 1 mm), ohne Tentakel und bilden Kolonien.

Fortpflanzung

Metagenese mit Generationswechsel: Asexuelle Vermehrung der Polypen durch Knospung, Frustulae (Kriechlarven) oder Podozysten. Sexuelle Vermehrung durch Medusen, die Gameten ins Wasser abgeben. In Europa oft eingeschlechtliche Populationen (meist nur Männchen oder nur Weibchen), was die sexuelle Vermehrung einschränkt.

Rolle im Nahrungsnetz

Top-down-Prädator im pelagischen Nahrungsnetz; kann bei Massenentwicklungen ('Blooms') die Struktur und Abundanz des Zooplanktons signifikant verändern und mit planktivoren Fischen konkurrieren.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Keine Bedrohungen bekannt; die Art gilt in Europa als Neobiota (invasiv) und profitiert von der globalen Erwärmung und dem Bau von Stauseen.

Wikipedia →