Sumpf-Labkraut
Galium palustre
Das Sumpf-Labkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 60 Zentimetern erreicht. Es zeichnet sich durch seine vierkantigen, oft schlaffen Stängel und die meist zu viert in Quirlen stehenden Blätter aus. Die kleinen, weißen Blüten erscheinen von Juni bis August in lockeren, end- oder seitenständigen Rispen.

Details
Sauerstoffproduktion
Gering, da primär emers wachsend.
Habitatfunktion
Bietet Struktur und Versteckmöglichkeiten für aquatische Insektenlarven und kleine Amphibien.
Nährstoffaufnahme
Moderat; entzieht dem Substrat Stickstoff und Phosphat.
Nahrungsquelle für
Nahrungsquelle für Raupen von Spannern und Blattkäfern.
Nutzung durch Menschen
Historisch in der Volksheilkunde verwendet, heute weitgehend ohne wirtschaftliche Nutzung.
Ökologie
Ökologische Rolle
Dient als Wirtspflanze für spezialisierte Insekten und trägt zur Primärproduktion in Feuchtbiotopen bei.
Natürliche Feinde
Insektenlarven, verschiedene Käferarten und Schnecken.
Konkurrenzarten
Andere Sumpfpflanzen wie Seggen (Carex spp.) oder das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria).
Ökosystemleistung
Stabilisierung von Uferbereichen und Filterung von Nährstoffen in Übergangszonen.
Bedrohungen
Entwässerung von Feuchtgebieten, intensive Landwirtschaft und Eutrophierung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generative Vermehrung durch Samen (Ausbreitung durch Wasser oder Tiere) sowie vegetative Vermehrung durch kriechende, an den Knoten wurzelnde Ausläufer.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Gefährdet durch die Entwässerung von Niedermooren und Feuchtwiesen, intensive landwirtschaftliche Nutzung der Uferrandstreifen sowie durch starke Eutrophierung.