Teichfrosch
Pelophylax kl. esculentus
Der Teichfrosch ist eine hybridogenetische Form, die aus der Kreuzung von Seefrosch (Pelophylax ridibundus) und Kleinem Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) hervorgeht. Er zeichnet sich durch eine meist leuchtend grüne Färbung mit schwarzen Flecken und einer hellen Rückenlinie aus. Diese Amphibienart ist stark an dauerhafte Stillgewässer gebunden und verbringt dort den Großteil des Jahres. Charakteristisch sind die lauten Paarungsrufe der Männchen, die mithilfe von zwei äußeren, weißlichen Schallblasen erzeugt werden.
Details
Erkennungsmerkmale
Grüne bis braune Grundfarbe, meist gelbgrüne Rückenlinie, dunkle Flecken, Fersenhöcker-Größe liegt zwischen den Elternarten.
Sozialverhalten
Oft in Gruppen an sonnigen Uferstellen; Männchen bilden während der Fortpflanzungszeit Rufgemeinschaften und verteidigen kleine Territorien.
Ernährung
Insekten wie Fliegen, Käfer und Libellen, aber auch Spinnen, Würmer und gelegentlich kleinere Artgenossen oder andere Amphibienlarven.
Jagdstrategie
Lauerjäger, der auf Sicht jagt und Beute mit der klebrigen Zunge oder durch direktes Zuschnappen erbeutet.
Laichsubstrat
Untergetauchte Wasserpflanzen, an die die gallertartigen Laichballen geheftet werden.
Überwinterung
Überwintert frostsicher entweder im Bodenschlamm von Gewässern oder in Erdlöchern an Land.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiges Bindeglied im Nahrungsnetz als Konsument von Insekten und Beutetier für höhere Wirbeltiere.
Natürliche Feinde
Graureiher, Ringelnatter, Hecht, Stockente, verschiedene Raubsäuger wie Fischotter.
Konkurrenzarten
Seefrosch, Kleiner Wasserfrosch, andere aquatische Insektenfresser.
Ökosystemleistung
Biologische Kontrolle von Insektenpopulationen, insbesondere Mücken.
Bedrohungen
Verlust von Kleingewässern, intensive Landwirtschaft, Einsatz von Pestiziden, Fischbesatz in Laichgewässern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Hybridogenetisches Taxon (P. kl. esculentus); Fersenhöcker (Metatarsaltuberkel) von mittlerer Größe und asymmetrischer Wölbung (intermediär zwischen P. lessonae und P. ridibundus). Männchen besitzen paarige, weißliche bis hellgraue Schallblasen in den Mundwinkeln.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiges Bindeglied; reguliert Insektenpopulationen und dient als bedeutende Nahrungsquelle für höhere Prädatoren.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust und Fragmentierung von Kleingewässern, intensive Landwirtschaft (Pestizide, Düngereintrag), Austrocknung durch Klimawandel und Fischbesatz in Laichgewässern.
Bestandstrend
Derzeit weitgehend stabil, jedoch lokal rückläufig in Gebieten mit intensiver Landnutzung.
Schutzmaßnahmen
Erhalt und Neuanlage von sonnigen Stillgewässern, Schaffung von Pufferzonen zur Landwirtschaft, Biotopvernetzung und Verzicht auf Fischbesatz.