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Amphibie

Teichfrosch

Pelophylax kl. esculentus

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Der Teichfrosch ist eine hybridogenetische Form, die aus der Kreuzung von Seefrosch (Pelophylax ridibundus) und Kleinem Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) hervorgeht. Er zeichnet sich durch eine meist leuchtend grüne Färbung mit schwarzen Flecken und einer hellen Rückenlinie aus. Diese Amphibienart ist stark an dauerhafte Stillgewässer gebunden und verbringt dort den Großteil des Jahres. Charakteristisch sind die lauten Paarungsrufe der Männchen, die mithilfe von zwei äußeren, weißlichen Schallblasen erzeugt werden.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Grüne bis braune Grundfarbe, meist gelbgrüne Rückenlinie, dunkle Flecken, Fersenhöcker-Größe liegt zwischen den Elternarten.

🐠

Sozialverhalten

Oft in Gruppen an sonnigen Uferstellen; Männchen bilden während der Fortpflanzungszeit Rufgemeinschaften und verteidigen kleine Territorien.

🍽️

Ernährung

Insekten wie Fliegen, Käfer und Libellen, aber auch Spinnen, Würmer und gelegentlich kleinere Artgenossen oder andere Amphibienlarven.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger, der auf Sicht jagt und Beute mit der klebrigen Zunge oder durch direktes Zuschnappen erbeutet.

🥚

Laichsubstrat

Untergetauchte Wasserpflanzen, an die die gallertartigen Laichballen geheftet werden.

❄️

Überwinterung

Überwintert frostsicher entweder im Bodenschlamm von Gewässern oder in Erdlöchern an Land.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiges Bindeglied im Nahrungsnetz als Konsument von Insekten und Beutetier für höhere Wirbeltiere.

🦅

Natürliche Feinde

Graureiher, Ringelnatter, Hecht, Stockente, verschiedene Raubsäuger wie Fischotter.

⚔️

Konkurrenzarten

Seefrosch, Kleiner Wasserfrosch, andere aquatische Insektenfresser.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Kontrolle von Insektenpopulationen, insbesondere Mücken.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Kleingewässern, intensive Landwirtschaft, Einsatz von Pestiziden, Fischbesatz in Laichgewässern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Frösche (Ranidae)

Erkennungsmerkmale

Hybridogenetisches Taxon (P. kl. esculentus); Fersenhöcker (Metatarsaltuberkel) von mittlerer Größe und asymmetrischer Wölbung (intermediär zwischen P. lessonae und P. ridibundus). Männchen besitzen paarige, weißliche bis hellgraue Schallblasen in den Mundwinkeln.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiges Bindeglied; reguliert Insektenpopulationen und dient als bedeutende Nahrungsquelle für höhere Prädatoren.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX
FFH-Anhang
V

Hauptbedrohungen

Verlust und Fragmentierung von Kleingewässern, intensive Landwirtschaft (Pestizide, Düngereintrag), Austrocknung durch Klimawandel und Fischbesatz in Laichgewässern.

Bestandstrend

Derzeit weitgehend stabil, jedoch lokal rückläufig in Gebieten mit intensiver Landnutzung.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Neuanlage von sonnigen Stillgewässern, Schaffung von Pufferzonen zur Landwirtschaft, Biotopvernetzung und Verzicht auf Fischbesatz.

Wikipedia →