Rotes Straußgras
Agrostis capillaris
Das Rote Straußgras ist ein mehrjähriges Gras, das lockere Rasen bildet und Wuchshöhen von 10 bis 70 cm erreicht. Es ist bekannt für seine sehr feinen, rötlich überhauften Rispen, die während der Blütezeit weit ausgebreitet sind. Die Art ist ein wichtiger Bestandteil von Magerwiesen und Weiden auf kalkarmen, sauren Böden.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff durch Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Bietet Deckung für bodenbrütende Vögel und Lebensraum für räuberische Gliedertiere.
Nährstoffaufnahme
Effiziente Aufnahme von Stickstoff und Mineralien auch bei geringer Bodenkonzentration.
Nahrungsquelle für
Raupennahrung für das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) und den Kleinen Heufalter (Coenonympha pamphilus).
Nutzung durch Menschen
Wichtiger Bestandteil von Saatgutmischungen für strapazierfähige und feine Rasenflächen (z. B. Golfgrüns).
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierpflanze auf sauren Böden; bietet Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insektenarten, insbesondere Schmetterlingsraupen.
Natürliche Feinde
Weidevieh, Wildtiere (z. B. Rehe), verschiedene Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Andere Gräser magerer Standorte wie das Schaf-Schwingel oder das Echte Labkraut.
Ökosystemleistung
Bodenstabilisierung durch Rhizombildung; Futterquelle in der extensiven Landwirtschaft; Nutzung als Zierrasen.
Bedrohungen
Eutrophierung (Überdüngung) von Standorten; Umwandlung von Magerrasen in intensives Ackerland.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ durch Samen und vegetativ durch die Bildung von Rhizomen und Stolonen, was zur Rasenbildung führt.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung durch Stickstoffeintrag, Nutzungsaufgabe (Verbuschung) und Umwandlung von Magerrasen in intensives Wirtschaftsgrünland oder Ackerland.