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Pilz

Binsen-Helmling

Mycena bulbosa

RL NE🔬 Zeigerart

Der Binsen-Helmling ist ein sehr kleiner Lamellenpilz, der durch seine rein weiße bis blassgraue Färbung und eine charakteristische Basalscheibe am Stiel gekennzeichnet ist. Er besiedelt als Saprobiont ausschließlich abgestorbene Halme von Binsen, Seggen und anderen Sumpfpflanzen. Die Art ist eng an dauerfeuchte Standorte wie Moore, Gräben und Uferzonen gebunden, wo sie zur Zersetzung organischer Substanz beiträgt.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Hut 2-6 mm breit, weißlich; Stiel 5-20 mm lang mit kleiner Basalscheibe; Lamellen schmal angewachsen; Sporen amyloid.

🐠

Sozialverhalten

Wächst meist gesellig (gregär) auf dem spezifischen Pflanzensubstrat.

🍽️

Ernährung

Saprobiontische Lebensweise; Abbau von Zellulose und Lignin in abgestorbenen Sumpfpflanzen wie Juncus und Carex.

❄️

Überwinterung

Überdauerung als Myzel im Substrat.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer in aquatischen Übergangszonen; fördert die Stoffkreisläufe in Mooren und Feuchtwiesen.

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Natürliche Feinde

Schnecken, pilzfressende Insektenlarven (Mückenlarven).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere spezialisierte Kleinpilze der Feuchtgebiete, wie Mycena-Arten oder Marasmius-Arten.

🌟

Ökosystemleistung

Nährstoffrecycling und Humusbildung in ökologisch sensiblen Feuchtgebieten.

⚠️

Bedrohungen

Melioration, Entwässerung von Sumpfgebieten, Stickstoffeintrag und Verlust von Binsenbeständen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Helmlingsverwandte

Erkennungsmerkmale

Hauptmerkmale sind die winzige Größe, das Wachstum auf Sumpfpflanzen (Juncus, Carex), die Ausbildung eines Pseudocollariums (Lamellen am Stiel angeheftet, aber oft ringartig abgesetzt) und die deutliche Basalscheibe am Stielgrund. Mikroskopisch sind die amyloiden Sporen (8-11 x 3,5-5 µm) und die diverticulaten Cheilozystiden kennzeichnend.

Lebensraum

Feuchtgebiete, Niedermoore, Seggenriede, Uferzonen von Teichen und Gräben sowie nasse Waldstellen mit Binsenvorkommen.

Fortpflanzung

Sexuelle Fortpflanzung durch Basidiosporen, die an viersporigen Basidien gebildet werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen, Eutrophierung durch Stickstoffeintrag (führt zum Verdrängen der Wirtspflanzen), Zerstörung von Ufervegetation.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Renaturierung von Feuchtgebieten, Verzicht auf Entwässerungsmaßnahmen, Schutz von Seggenrieden und Binsenbeständen.

Wikipedia →