Berg-Sandglöckchen
Jasione montana
Das Berg-Sandglöckchen ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie ist durch ihre markanten, kugelförmigen blauen Blütenköpfe und wellig-krausen Blattränder gekennzeichnet. Die Art ist ein typischer Bewohner von nährstoffarmen, kalkfreien Sandmagerrasen, Dünen und Felsfluren. Als Pionierpflanze besiedelt sie bevorzugt offene Bodenstellen und ist eine wichtige Nektarquelle für Insekten.

Details
Habitatfunktion
Bietet spezialisierten Insekten wie der Sandglöckchen-Sägehornbiene einen Lebensraum.
Nährstoffaufnahme
Angepasst an extrem nährstoffarme Bedingungen.
Nahrungsquelle für
Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen.
Nutzung durch Menschen
Gelegentliche Verwendung als Zierpflanze in Steingärten.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierart auf sandigen Standorten und spezialisierte Nektarpflanze für Wildbienen.
Natürliche Feinde
Herbivore Insektenlarven und kleine Säugetiere.
Konkurrenzarten
Konkurrenzstarke Gräser bei zunehmender Eutrophierung der Standorte.
Ökosystemleistung
Unterstützung der Bestäubervielfalt und Bodenfestigung auf Sandflächen.
Bedrohungen
Stickstoffeintrag durch Landwirtschaft, Lebensraumverlust durch Verbauung und Sukzession.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generative Vermehrung durch Samen (Lichtkeimer).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung durch atmosphärische Stickstoffeinträge, Nutzungsaufgabe und anschließende Verbuschung (Sukzession), sowie Zerstörung von Sandökosystemen durch Bebauung.