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Spinnentier

Flussuferwolfspinne

Arctosa cinerea

RL EN§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Flussuferwolfspinne ist eine markante, großwüchsige Wolfspinne mit einer perfekten Tarnfärbung, die dem Untergrund aus Sand und Kies entspricht. Sie gräbt bis zu 15 cm tiefe Wohnröhren in den Boden, die sie mit Seide auskleidet, um sich vor Überflutungen und Fressfeinden zu schützen. Die Art ist ein spezialisierter Bewohner dynamischer Flusslandschaften und reagiert äußerst empfindlich auf Flussbegradigungen und Uferverbauungen. Aufgrund des massiven Lebensraumverlustes ist sie in vielen Regionen Mitteleuropas vom Aussterben bedroht.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Grau-braune Scheckung zur Tarnung, kräftige Beine mit Dornen, charakteristische Augenanordnung der Wolfspinnen (4-2-2).

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch und territorial gegenüber Artgenossen; zeigt aggressives Verhalten bei Begegnungen.

🍽️

Ernährung

Räuberische Ernährung von Insekten (wie Käfern und Fliegen) und anderen Spinnentieren, die am Boden gejagt werden.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger und aktiver Sichtjäger ohne Fangnetz; nutzt Schnelligkeit und Überraschungseffekt beim Zugriff.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als Subadultus oder Adultus in tiefen Bodenröhren oberhalb der Hochwasserlinie.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator innerhalb der Pionierfauna von Flussufern; reguliert Insektenpopulationen in Auen.

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Natürliche Feinde

Vögel, Eidechsen, Wegwespen (Pompilidae) und größere räuberische Insekten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Wolfspinnenarten der Gattung Pardosa oder Pirata in feuchteren Randbereichen.

🌟

Ökosystemleistung

Natürliche Schädlingskontrolle durch Prädation von Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Flussbegradigung, Uferverbauung, Verlust der natürlichen Flussdynamik, Kiesabbau und Störung durch Freizeitnutzung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Wolfspinnen

Erkennungsmerkmale

Mit bis zu 19 mm Körperlänge eine der größten heimischen Wolfspinnen. Charakteristisch ist das kontrastreiche Fleckenmuster auf dem Prosoma und Opisthosoma sowie die Bindung an dynamische Uferhabitate. Die Augenanordnung ist typisch für Lycosidae (4-2-2).

Lebensraum

Stark spezialisierte Pionierart dynamischer Flusslandschaften. Bewohnt vegetationsarme Kies-, Sand- und Schotterbänke von Wildflüssen sowie primäre Küstendünen.

Rolle im Nahrungsnetz

Bedeutender Prädator in der Pioniervegetation von Flussufern; dient selbst als Nahrung für spezialisierte Vögel und Wegwespen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusStark gefährdet (EN)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust dynamischer Flussabschnitte durch Kanalisierung, Uferverbauung und Staustufen. Kiesabbau, touristische Übernutzung (Trittbelastung) und das Ausbleiben natürlicher Hochwasserereignisse.

Bestandstrend

Stark rückläufig in ganz Mitteleuropa aufgrund der großflächigen Zerstörung natürlicher Wildflusslandschaften; in Deutschland als 'Stark gefährdet' (Rote Liste 2) eingestuft.

Wikipedia →