Südliche Dornschrecke
Tetrix depressa
Die Südliche Dornschrecke ist eine kleine Heuschreckenart aus der Familie der Tetrigidae. Sie ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, breitet sich jedoch aufgrund des Klimawandels zunehmend nach Mitteleuropa aus. Charakteristisch ist der flache, seitlich verbreiterte Halsschild, der oft über das Abdomen hinausragt. Die Art bevorzugt offene, vegetationsarme Standorte wie Kiesbänke oder Trockenrasen.

Details
Erkennungsmerkmale
Breiter, flacher Halsschild mit deutlich erhabenem Mittelkiel; sehr kurze Fühler; Hinterflügel meist voll entwickelt; Färbung meist grau oder bräunlich marmoriert.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch lebende Art, die keine sozialen Strukturen oder Schwärme bildet.
Ernährung
Ernährt sich primär von Algen, Moosen, Flechten und organischem Detritus auf dem Boden.
Jagdstrategie
Keine (herbivor/detritivor).
Laichsubstrat
Feuchter Boden, Algenbeläge oder Moos.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt meist als Larve oder Imago in der Bodenstreu oder in Moospolstern.
Ökologie
Ökologische Rolle
Primärkonsument und Zersetzer von organischem Material; dient als Beute für kleine Prädatoren.
Natürliche Feinde
Vögel, Spinnen, Laufkäfer, kleine Reptilien und Amphibien.
Konkurrenzarten
Andere Dornschreckenarten wie Tetrix subulata oder Tetrix tuerki.
Ökosystemleistung
Beitrag zum Nährstoffkreislauf durch den Abbau von Detritus und Algen.
Bedrohungen
Zerstörung von Flussauen, Flussbegradigung und der Verlust von offenen Bodenstellen durch Sukzession.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristisch ist das im Vergleich zu anderen Tetrix-Arten sehr breite und flache Pronotum (Halsschild), das meist deutlich über das Hinterleibsende hinausragt (makronotal). Der Mittelkiel des Pronotums ist im vorderen Drittel deutlich kielartig erhöht. Die Seitenklappen des Pronotums sind rechtwinklig abgebogen. Die Art wirkt insgesamt gedrungener und breiter als verwandte Arten.
Lebensraum
Xerotherme Pionierstandorte mit spärlicher Vegetation; steinige oder sandige Böden, kiesige Flussufer, Steinbrüche, Sandgruben, Trockenrasen und mediterrane Garrigue. Bevorzugt Habitate mit hohem Rohbodenanteil.