Hopfenklee
Medicago lupulina
Der Hopfenklee ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, die Wuchshöhen zwischen 10 und 50 Zentimetern erreicht. Er zeichnet sich durch seine kleeartigen, dreizähligen Blätter und die kleinen, kugelförmigen gelben Blütenstände aus. Nach der Blüte bilden sich nierenförmige, im reifen Zustand tiefschwarze Hülsenfrüchte, denen die Pflanze ihren englischen Namen verdankt. Er ist eine Pionierpflanze, die bevorzugt auf kalkhaltigen, eher trockenen Standorten wie Wiesen, Wegrändern und Schuttplätzen wächst.

Details
Habitatfunktion
Wichtige Futterpflanze für Wildbienen und Schmetterlingsraupen; Bodenfestiger auf Rohböden.
Nährstoffaufnahme
Nimmt Stickstoff primär durch Luftstickstofffixierung in den Wurzelknöllchen auf.
Nahrungsquelle für
Wildbienen (z.B. Osmia-Arten), Honigbienen, Raupen des Hauhechel-Bläulings.
Nutzung durch Menschen
Gelegentlich als Futterpflanze für Kleinvieh oder zur Gründüngung in der Landwirtschaft genutzt.
Ökologie
Ökologische Rolle
Stickstofffixierer durch Symbiose mit Rhizobien (Knöllchenbakterien); verbessert die Bodenqualität.
Natürliche Feinde
Weidetiere, diverse Insektenlarven (Rüsselkäfer), Schnecken.
Konkurrenzarten
Konkurrenzstärkere Gräser und Kräuter bei hoher Stickstoffdüngung.
Ökosystemleistung
Bodenverbesserung, Erosionsschutz, Bereitstellung von Nektar und Pollen für Insekten.
Bedrohungen
Intensive Bewirtschaftung, Überdüngung von Magerstandorten, Versiegelung von Wegrändern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ durch Samen; die Art bildet eine langlebige Samenbank im Boden aus, was die Wiederbesiedlung nach Störungen begünstigt.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Intensivierung der Grünlandnutzung (starke Düngung), Umwandlung von Grünland in Ackerland sowie die Aufgabe der Nutzung (Verbuschung/Sukzession) auf Grenzertragsstandorten.