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Trockenrasenflora

Hopfenklee

Medicago lupulina

RL LC🔬 Zeigerart

Der Hopfenklee ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, die Wuchshöhen zwischen 10 und 50 Zentimetern erreicht. Er zeichnet sich durch seine kleeartigen, dreizähligen Blätter und die kleinen, kugelförmigen gelben Blütenstände aus. Nach der Blüte bilden sich nierenförmige, im reifen Zustand tiefschwarze Hülsenfrüchte, denen die Pflanze ihren englischen Namen verdankt. Er ist eine Pionierpflanze, die bevorzugt auf kalkhaltigen, eher trockenen Standorten wie Wiesen, Wegrändern und Schuttplätzen wächst.

Details

🏠

Habitatfunktion

Wichtige Futterpflanze für Wildbienen und Schmetterlingsraupen; Bodenfestiger auf Rohböden.

🧹

Nährstoffaufnahme

Nimmt Stickstoff primär durch Luftstickstofffixierung in den Wurzelknöllchen auf.

🐟

Nahrungsquelle für

Wildbienen (z.B. Osmia-Arten), Honigbienen, Raupen des Hauhechel-Bläulings.

👤

Nutzung durch Menschen

Gelegentlich als Futterpflanze für Kleinvieh oder zur Gründüngung in der Landwirtschaft genutzt.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Stickstofffixierer durch Symbiose mit Rhizobien (Knöllchenbakterien); verbessert die Bodenqualität.

🦅

Natürliche Feinde

Weidetiere, diverse Insektenlarven (Rüsselkäfer), Schnecken.

⚔️

Konkurrenzarten

Konkurrenzstärkere Gräser und Kräuter bei hoher Stickstoffdüngung.

🌟

Ökosystemleistung

Bodenverbesserung, Erosionsschutz, Bereitstellung von Nektar und Pollen für Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Intensive Bewirtschaftung, Überdüngung von Magerstandorten, Versiegelung von Wegrändern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Fabaceae (Hülsenfrüchtler)

Fortpflanzung

Generativ durch Samen; die Art bildet eine langlebige Samenbank im Boden aus, was die Wiederbesiedlung nach Störungen begünstigt.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensivierung der Grünlandnutzung (starke Düngung), Umwandlung von Grünland in Ackerland sowie die Aufgabe der Nutzung (Verbuschung/Sukzession) auf Grenzertragsstandorten.

Wikipedia →