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Pilz

Jungfern-Weißhaarbecherchen

Lachnum virgineum

RL NE

Das Jungfern-Weißhaarbecherchen ist ein winziger, becherförmiger Schlauchpilz aus der Familie der Hyaloscyphaceae. Er zeichnet sich durch seine reinweiße Färbung und die markante, dichte Behaarung an der Außenseite sowie am Rand des Apotheciums aus. Die Fruchtkörper erreichen meist nur einen Durchmesser von 0,5 bis 2 Millimetern und besitzen einen kurzen Stiel. Man findet sie häufig in großen Gruppen an abgestorbenen Pflanzenteilen wie Zweigen, Buchenmast oder Zapfen in feuchten Habitaten.

Details

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Erkennungsmerkmale

Fruchtkörper reinweiß, becher- bis schüsselförmig, Außenseite und Rand langhaarig weiß behaart, kurzes Stielchen vorhanden, Sporen hyalin und einzellig.

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Sozialverhalten

Wächst meist gesellig oder in dichten Gruppen (gregär).

🍽️

Ernährung

Saprobiontisch; ernährt sich durch den Abbau von abgestorbenem pflanzlichem Material (Zellulose und Lignin).

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Überwinterung

Überwinterung als Myzel im Substrat.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer in Waldökosystemen, trägt zur Humusbildung und zum Nährstoffkreislauf bei.

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Natürliche Feinde

Insektenlarven, Schnecken und Mikroorganismen.

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Konkurrenzarten

Andere saprobiontische Kleinpilze wie Mollisia-Arten oder andere Lachnum-Spezies.

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Ökosystemleistung

Abbau organischer Substanz und Freisetzung von Nährstoffen für Pflanzen.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Waldhabitaten und übermäßige Entnahme von Totholz.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Haarbecherchenverwandte

Erkennungsmerkmale

Charakterisiert durch die reinweiße Farbe, die dichte Behaarung und das Vorkommen auf diversen pflanzlichen Substraten. Mikroskopisch eindeutig durch die lanzettlichen, die Asci überragenden Paraphysen und die fein granulierten Haare (Lachnum-Typ) identifizierbar. Sporen sind schmal spindelförmig, 6–11 x 1,5–2,5 µm.

Lebensraum

Feuchte Laub- und Mischwälder, Auwälder, Parks und Gärten; meist an schattigen, feuchten Stellen in der Bodenstreu.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Ascosporen, die in achtsporigen Asci gebildet werden. Asexuelle Stadien sind für diese Art nicht primär wertbestimmend.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Großflächige Entwässerung von Waldstandorten und übermäßige Beräumung von Feinreisig (Totholzmanagement).

Schutzmaßnahmen

Erhalt von feuchten Waldstrukturen und Belassen von Schlagabraum und Feinreisig im Bestand.

Wikipedia →