Regenbogenforelle
Oncorhynchus mykiss
Die Regenbogenforelle ist ein zu den Salmoniden gehörender Süßwasserfisch, der ursprünglich aus dem pazifischen Raum Nordamerikas stammt. Sie zeichnet sich durch ein rötliches Längsband entlang der Seitenlinie und zahlreiche kleine schwarze Punkte auf dem gesamten Körper sowie den Flossen aus. In Europa wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts als Speisefisch eingeführt und ist heute aufgrund ihrer Robustheit in der Aquakultur und als Angelfisch weit verbreitet.

Details
Erkennungsmerkmale
Rosa-rotes Längsband; schwarze Punkte auf Rücken-, Fett- und Schwanzflosse; feinere Schuppen als die Bachforelle.
Sozialverhalten
In Fließgewässern oft territorial und einzelgängerisch; in Seen oder während der Wanderung oft in lockeren Schwärmen.
Ernährung
Opportunistischer Räuber; ernährt sich von Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Anneliden und mit zunehmender Größe von Fischen.
Jagdstrategie
Sichtjäger, der Beute entweder aus der Deckung heraus attackiert oder aktiv im Freiwasser jagt.
Laichsubstrat
Kiesgrund in flachen, schnell fließenden Gewässerabschnitten (Kieslaicher).
Überwinterung
Reduzierte Stoffwechselaktivität in tieferen, strömungsarmen und frostfreien Gewässerbereichen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Spitzenprädatoren in Oberläufen von Flüssen; steht in direkter Nahrungskonkurrenz zur heimischen Bachforelle.
Natürliche Feinde
Fischotter, Graureiher, Kormoran, Hecht und größere Forellen.
Konkurrenzarten
Bachforelle (Salmo trutta fario), Äsche (Thymallus thymallus).
Ökosystemleistung
Hoher ökonomischer Wert durch Aquakultur und als Zielart für den Angeltourismus.
Bedrohungen
Gewässererwärmung durch Klimawandel, Habitatverlust durch Querverbauungen, Wasserverschmutzung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Morphologie & Identifikation
Färbung
Silbrig-graue Grundfärbung mit einem charakteristischen rötlich-rosa Längsband entlang der Seitenlinie. Zahlreiche kleine schwarze Punkte auf dem Rücken, den Flanken sowie der Rücken- und Schwanzflosse.
Erkennungsmerkmale
Rosa Seitenband; Fettflosse vorhanden; schwarze Punkte auf der gesamten Schwanzflosse (Unterschied zur Bachforelle); Mundspalte reicht bis hinter das Auge; 135-150 Schuppen entlang der Seitenlinie.
Verwechslungsarten
Bachforelle (Salmo trutta fario), Atlantischer Lachs (Salmo salar), Meerforelle (Salmo trutta trutta).
Geschlechtsdimorphismus
Männchen entwickeln zur Laichzeit einen ausgeprägten Laichhaken am Unterkiefer und zeigen oft eine intensivere Färbung des Seitenbandes.
Habitat & Lebensraum
Fischregion
Forellenregion
Bevorzugte Zone
Pelagial und Benthal in kühlen Fließgewässern und sauerstoffreichen Seen.
Strömungspräferenz
Schnell fließende, turbulente Gewässer (rheophil).
Substratpräferenz
Kiesig-steiniger Untergrund (lithophil).
Sauerstoffbedarf
Sehr hoch, bevorzugt Sättigungswerte nahe 100% (> 7 mg/L).
Migration
Wanderverhalten
Teils stationär in Bächen, teils anadrom (Steelhead-Form), wandert zur Fortpflanzung in die Oberläufe von Flusssystemen.