Sumpfschrecke
Stethophyma grossum
Die Sumpfschrecke ist eine der größten Feldheuschrecken Mitteleuropas und besiedelt ausschließlich sehr feuchte bis nasse Lebensräume wie Niedermoore und Seggenriede. Sie ist durch eine olivgrüne Färbung mit markanten gelben Längsstreifen und leuchtend roten Hinterschenkelunterseiten gekennzeichnet. Die Männchen erzeugen ein charakteristisches, weit hörbares Klicken, indem sie die Hinterflügel gegen die Deckflügel schlagen. Aufgrund der Entwässerung von Feuchtgebieten gilt sie in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebiets als gefährdet.

Details
Erkennungsmerkmale
Olivgrüne Grundfarbe; gelber Streifen am Flügelvorderrand; Hinterschenkelunterseite intensiv rot; schwarze Knie an den Hinterbeinen.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Männchen verteidigen akustisch Reviere und locken Weibchen durch Klickgeräusche an.
Ernährung
Ernährt sich primär von Gräsern (Poaceae) und Sauergräsern (Cyperaceae) feuchter Standorte.
Laichsubstrat
Feuchter Boden oder Moospolster.
Überwinterung
Überwinterung als Ei (Oothek) im Boden oder in der Vegetation, oft in feuchtem Substrat.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primärkonsument in Feuchtgebieten und bedeutende Nahrungsquelle für spezialisierte Vogelarten und Spinnen.
Natürliche Feinde
Vögel (z.B. Bekassine, Neuntöter), Webspinnen, Amphibien.
Konkurrenzarten
Andere hygrophile Heuschrecken wie die Sumpfgrashüpfer.
Ökosystemleistung
Teil des Nährstoffkreislaufs in Feuchtwiesen.
Bedrohungen
Entwässerung von Mooren, Intensivierung der Landwirtschaft, Aufgabe der Mahd von Feuchtwiesen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Größte heimische Feldheuschrecke. Markante rote Färbung der Hinterschenkelunterseite. Einzigartiger Gesang ('Knipsen'), der durch das Schleudern der Hinterbeine gegen die Flügel erzeugt wird. Weibchen sind deutlich massiger als die Männchen.
Lebensraum
Stark feuchtigkeitsgeprägte Habitate: Feuchtwiesen, Niedermoore, Seggenriede, Uferzonen von Gräben und Teichen. Bevorzugt ungenutzte oder extensiv genutzte Standorte mit hoher Vegetationsdichte.