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Pilz

Wasser-Becherling

Adelphella babingtonii

RL DD🔬 Zeigerart

Der Wasser-Becherling ist ein kleiner, aquatisch lebender Schlauchpilz aus der Familie der Pezizaceae. Er bildet braune, becher- bis schüsselförmige Fruchtkörper aus, die direkt auf untergetauchtem Laubholz in sauberen Fließ- oder Stillgewässern wachsen. Die Art ist aufgrund ihrer speziellen ökologischen Nische und der Anforderungen an die Wasserqualität recht selten und schwer zu finden. Er spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von organischem Material in aquatischen Systemen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Kleine, polster- bis becherförmige Fruchtkörper (Apothecien), Farbe hellbraun bis dunkel-olivbraun, gallertartige Konsistenz, wächst auf untergetauchtem Holz.

🍽️

Ernährung

Saprobiontisch; ernährt sich durch den Abbau von Lignin und Cellulose aus abgestorbenem, untergetauchtem Holz.

❄️

Überwinterung

Dauerstadien im Substrat oder Myzel im untergetauchten Holz.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer von Totholz in aquatischen Ökosystemen; fördert den Nährstoffkreislauf.

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Natürliche Feinde

Aquatische Insektenlarven, Schnecken.

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Konkurrenzarten

Andere aquatische Pilze und Bakterienfilme auf Totholz.

🌟

Ökosystemleistung

Abbau organischer Substanz und Bereitstellung von Nährstoffen für das aquatische Nahrungsnetz.

⚠️

Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Eutrophierung, Entfernung von Totholz aus Bächen (Gewässerunterhaltung).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Becherlingsverwandte (Pezizaceae)

Erkennungsmerkmale

Charakterisiert durch das semi-aquatische Vorkommen auf nassem Holz, die gallertartige Konsistenz und mikroskopisch durch große, ellipsoide, glatte Sporen (ca. 18-22 x 11-14 µm) mit zwei großen Öltropfen sowie amyloide Asci. Die Gattung Adelphella unterscheidet sich von Pachyella durch das Fehlen von Paraphysen mit apikalen Pigmentkrusten.

Lebensraum

Spezialisierte Habitate wie Bachufer, Erlenbruchwälder, feuchte Gräben und Auwälder. Der Pilz wächst oft direkt an der Wasserlinie auf Ästen, die im Wasser liegen.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Ascosporen. Die Sporen werden aktiv aus den Asci in die Grenzschicht über dem Wasser abgegeben.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Gewässerausbau, Entfernung von Totholz aus Bächen (Gewässerunterhaltung), Entwässerung von Bruchwäldern und allgemeine Absenkung des Grundwasserspiegels.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Förderung von Totholz in Gewässern, Schutz von Au- und Bruchwäldern, Renaturierung begradigter Bachläufe zur Wiederherstellung natürlicher Überflutungsdynamiken.

Wikipedia →