Gewöhnliches Ferkelkraut
Hypochaeris radicata
Das Gewöhnliche Ferkelkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern erreicht. Sie bildet eine markante grundständige Blattrosette aus, deren Blätter borstig behaart und buchtig gezähnt sind. Die blattlosen, aber mit Schuppenblättern besetzten Stängel sind meist verzweigt und tragen mehrere gelbe Blütenkörbchen, die denen des Löwenzahns ähneln.

Details
Habitatfunktion
Pionierpflanze auf sandigen Freiflächen und wichtiger Bestandteil von Magerrasen.
Nährstoffaufnahme
Effiziente Aufnahme von Nährstoffen aus tieferen Bodenschichten durch Pfahlwurzel.
Nahrungsquelle für
Wildbienen (z.B. Sandbienen), Schwebfliegen, Falter.
Nutzung durch Menschen
Junge Blätter sind essbar (Salat), geröstete Wurzeln dienten früher als Kaffeeersatz.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Nektar- und Pollenquelle für spezialisierte Wildbienen und Schwebfliegen in mageren Wiesen.
Natürliche Feinde
Herbivore Insekten, Schnecken, Weidetiere (wobei es für Pferde bei Massenvorkommen giftig sein kann).
Konkurrenzarten
Andere Korbblütler wie Löwenzahn (Taraxacum) oder Pippau (Crepis).
Ökosystemleistung
Bestäuberförderung, Bodenfestigung durch tiefreichende Pfahlwurzel.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, übermäßige Düngung (Eutrophierung) von Wiesen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Primär generativ durch Samen; vegetative Vermehrung über Wurzelsprosse ist möglich, spielt aber eine untergeordnete Rolle.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft (Düngung), Umbruch von Grünland, Verbuschung durch Nutzungsaufgabe (Sukzession) und Stickstoffeinträge aus der Luft.