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Säugetier

Bechsteinfledermaus

Myotis bechsteinii

RL NT§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Bechsteinfledermaus ist eine mittelgroße Myotis-Art mit auffallend großen Ohren, die nach vorne gelegt die Schnauzenspitze deutlich überragen. Ihr Fell ist oberseits hellbraun bis rötlich-braun und unterseits hellgrau bis weißlich gefärbt. Sie gilt als Charakterart naturnaher, alter Laubmischwälder mit einem hohen Anteil an Baumhöhlen. Diese Art ist ein typischer Substratabsammler (Gleaner), der Beutetiere direkt von der Vegetation aufnimmt.

Details

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Erkennungsmerkmale

Sehr große Ohren (21-26 mm), Tragus fast halb so lang wie das Ohr und lanzettlich geformt, Unterarm 39-47 mm, 38 Zähne.

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Sozialverhalten

Bildet Wochenstubenkolonien von 10-50 Weibchen; zeigt ein komplexes 'Fission-Fusion'-Sozialsystem mit fast täglichem Quartierwechsel.

🍽️

Ernährung

Insektenfresser; ernährt sich von Käfern, Nachtfaltern, Fliegen und Spinnen, die oft direkt von Blättern oder vom Boden abgesammelt werden.

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Jagdstrategie

Substratabsammler (Gleaning) und langsamer Manövrierflug im dichten Waldinneren; nutzt Echoortung und akustische Signale der Beute.

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Überwinterung

Winterschlaf in unterirdischen Quartieren wie Höhlen, Stollen oder tiefen Baumhöhlen bei hoher Luftfeuchtigkeit und stabilen Temperaturen.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Prädator von Waldinsekten; trägt zur Regulation von Insektenpopulationen im Waldökosystem bei.

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Natürliche Feinde

Eulen (z.B. Waldkauz), Marder, Hauskatzen (an Quartieren), gelegentlich Greifvögel.

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Konkurrenzarten

Andere Myotis-Arten (z.B. Fransenfledermaus) hinsichtlich Quartierplätzen und Jagdhabitaten.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung in Waldgebieten durch Prädation von forstwirtschaftlich relevanten Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von alten Laubwäldern, Mangel an geeigneten Baumhöhlen, Fragmentierung der Habitate und Einsatz von Insektiziden in der Forstwirtschaft.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Glattnasen

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die extrem langen Ohren (22-26 mm), die nach vorne gelegt die Schnauzenspitze um ca. 1 cm überragen. Der Tragus ist lang, schmal und lanzettförmig zugespitzt.

Lebensraum

Primärbewohner alter, strukturreicher Laubmischwälder (insb. Eichen- und Buchenwälder) mit hohem Totholzanteil und natürlicher Höhlendichte. Gilt als Leitart für naturnahe Altwälder.

Wikipedia →