Gewöhnlicher Wasserschlauch
Utricularia vulgaris
Der Gewöhnliche Wasserschlauch ist eine wurzellose, freischwimmende Wasserpflanze, die für ihre komplexen Fangblasen bekannt ist. Diese Blasen erzeugen einen Unterdruck, um kleine Krebstiere und Insektenlarven blitzschnell einzusaugen. Die Pflanze bildet im Sommer leuchtend gelbe Blütenstände aus, die bis zu 20 cm über die Wasseroberfläche ragen.

Details
Sauerstoffproduktion
Gering; trägt zur Sauerstoffsättigung bei, verbraucht aber auch Energie für den aktiven Fangmechanismus.
Habitatfunktion
Dient als Versteck für Jungfische und als Jagdgrund für aquatische Wirbellose.
Nährstoffaufnahme
Hoch; entzieht dem Wasser Nährstoffe direkt über die Blätter und indirekt über den Fang von Beutetieren.
Nahrungsquelle für
Nahrung für verschiedene wirbellose Weidegänger und Detritusfresser nach dem Absterben.
Nutzung durch Menschen
Gelegentlich als Zierpflanze in spezialisierten Gartenteichen oder Kaltwasseraquarien.
Ökologie
Ökologische Rolle
Regulator von Zooplanktonpopulationen und wichtiger Lebensraum für Mikroorganismen in der Periphyton-Schicht.
Natürliche Feinde
Wasserschnecken und gelegentlich pflanzenfressende Fische oder Wasservögel.
Konkurrenzarten
Andere freischwimmende Makrophyten wie Ceratophyllum demersum oder Lemna-Arten.
Ökosystemleistung
Nährstoffrückhalt und Erhöhung der strukturellen Komplexität in aquatischen Habitaten.
Bedrohungen
Eutrophierung der Gewässer, Entwässerung von Mooren und Herbizideintrag.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Die Vermehrung erfolgt generativ über Samen sowie sehr effektiv vegetativ durch Turionen (Winterknospen) und die Fragmentierung der Sprossachsen.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung der Gewässer, Herbizideintrag aus der Landwirtschaft, Zerstörung von Kleingewässern und Verlandungsprozesse.