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Pilz

Sumpf-Häubling

Galerina paludosa

RL LC🔬 Zeigerart

Der Sumpf-Häubling ist ein kleiner, honiggelber Blätterpilz, der spezifisch in Torfmoos-Beständen (Sphagnum) wächst. Er zeichnet sich durch einen glockig-konvexen Hut und einen langen, dünnen Stiel mit charakteristischen weißen Velumresten aus. Als Bewohner von Hoch- und Übergangsmooren ist er an extrem nährstoffarme und saure Bedingungen angepasst. Er gilt als wichtiger Zeigerwert für die ökologische Qualität von Moorstandorten.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Hut 1-3 cm, honiggelb bis bräunlich; Stiel 5-12 cm lang, mit weißen Velumgürteln; Vorkommen ausschließlich in Sphagnum-Moosen.

🍽️

Ernährung

Saprobiontisch oder schwach parasitär an lebenden oder toten Torfmoosen (Sphagnum).

❄️

Überwinterung

Überdauerung als Myzel im Substrat (Torfmoos).

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Zersetzung von organischem Material in extrem sauren und nährstoffarmen Moorökosystemen.

🦅

Natürliche Feinde

Schnecken, spezialisierte Insektenlarven (z.B. Pilzmücken).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere moorbewohnende Häublingsarten wie Galerina tibicystis oder Galerina sphagnorum.

🌟

Ökosystemleistung

Beitrag zum Nährstoffkreislauf und Kohlenstoffumsatz in Mooren.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Mooren durch Entwässerung, Torfabbau, Stickstoffeinträge und Klimawandel.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Hymenogastraceae (Träuschlingsverwandte)

Erkennungsmerkmale

Gekennzeichnet durch den Standort in Torfmoos (Sphagnum), den langgestreckten Stiel mit deutlichen weißen Velumresten und das Fehlen eines Mehlgeruchs. Mikroskopisch durch das Vorhandensein von Schnallen und die Sporenform differenzierbar.

Lebensraum

Oligotrophe bis mesotrophe Moore, insbesondere Hochmoore, Zwischenmoore und Schwingrasen; streng an Sphagnum-Polster gebunden.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch die Bildung von Basidiosporen an den Lamellen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Entwässerung von Moorlebensräumen, Torfabbau, Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft (Eutrophierung) und Klimawandel (Austrocknung der Moore).

Schutzmaßnahmen

Schutz und Renaturierung von Hoch- und Zwischenmooren, Wiedervernässung entwässerter Flächen, Pufferzonen zur Reduktion von Nährstoffeinträgen.

Wikipedia →