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Phytoplankton

Burgunderblutalge

Planktothrix rubescens

RL LC🔬 Zeigerart

Planktothrix rubescens ist eine fadenförmige Cyanobakterie, die durch den hohen Gehalt an Phycoerythrin eine charakteristische rötliche bis violette Färbung aufweist. Sie ist an kühle, tiefe und nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Seen angepasst und reguliert ihren Auftrieb mithilfe von Gasvakuolen. Die Art siedelt sich bevorzugt im Metalimnion an und kann bei bestimmten Wetterlagen oder Durchmischungsprozessen spektakuläre rote Wasserblüten an der Oberfläche bilden. Aufgrund der Produktion von Microcystinen ist sie für die Trinkwassergewinnung und Badegewässerqualität von hoher gesundheitlicher Relevanz.

Details

💨

Sauerstoffproduktion

Produziert Sauerstoff, kann aber bei Massenentwicklungen und anschließendem Absterben zu Sauerstoffzehrung führen.

🏠

Habitatfunktion

Besiedelt die Sprungschicht (Metalimnion) und nutzt dort Nährstoffgradienten.

🧹

Nährstoffaufnahme

Hocheffiziente Aufnahme von Phosphat und Stickstoffverbindungen bei geringen Lichtintensitäten.

🐟

Nahrungsquelle für

Eingeschränkt als Nahrungsquelle aufgrund von Toxizität und fadenförmiger Struktur.

👤

Nutzung durch Menschen

Kein direkter Nutzen; problematisch für die Wasserwirtschaft (Toxine, Geruch, Geschmack).

Ökologie

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Ökologische Rolle

Primärproduzent, kann jedoch durch Toxinproduktion (Microcystine) das Zooplankton und höhere trophische Ebenen schädigen.

🦅

Natürliche Feinde

Einige spezialisierte Zooplankton-Arten (z.B. bestimmte Ruderfußkrebse), die jedoch oft durch die Toxine gehemmt werden.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Phytoplankton-Arten wie Kieselalgen oder Grünalgen im Epilimnion.

🌟

Ökosystemleistung

Sauerstoffproduktion durch Photosynthese in tiefen Wasserschichten.

⚠️

Bedrohungen

Klimawandel führt zu stärkerer Schichtung und Erwärmung, was die Ausbreitung in kühleren Seen paradoxerweise begünstigen oder verändern kann.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Erkennungsmerkmale

Rötliche Färbung der Trichome; Vorhandensein zahlreicher Gasvakuolen (Aerotopen) zur Regulation des Auftriebs; spezialisiert auf das Metalimnion tiefer Seen.

Fortpflanzung

Asexuell durch Fragmentation der Trichome; Bildung von Hormogonien (kurze, bewegliche Fadenabschnitte).

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Nährstoffmanagement (Oligotrophierung reduziert Bestände); Klimawandel verändert die Schichtungsdynamik und kann die Art begünstigen oder verdrängen.

Schutzmaßnahmen

Keine direkten Schutzmaßnahmen erforderlich, da oft als Problemart bei Wasserqualität eingestuft; Überwachung der Phosphorkonzentrationen.

Wikipedia →