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Zooplankton

Leuckarts Hüpferling

Thermocyclops leuckarti

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Leuckarts Hüpferling ist ein kleiner, pelagischer Ruderfußkrebs, der vor allem in stehenden Binnengewässern vorkommt. Die Art zeichnet sich durch einen schlanken Körperbau und charakteristische Merkmale an den Schwimmbeinen und Furca-Ästen aus. Er gehört zu den häufigsten Zooplankton-Arten in eutrophen und mesotrophen Seen Mitteleuropas. Während der Sommermonate erreicht die Population oft ihre höchste Dichte im Epilimnion.

Details

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Erkennungsmerkmale

Körperbau schlank; Endglied des Endopoditen am 4. Schwimmbein mehr als dreimal so lang wie breit; Furca-Äste kurz.

🐠

Sozialverhalten

Solitär lebend, bildet jedoch während der Massenentwicklung dichte Aggregationen im Freiwasser.

🍽️

Ernährung

Adulte Tiere leben räuberisch von kleinerem Zooplankton wie Rotatorien; Nauplien und frühe Copepodide sind Filtrierer.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger, der Beute mittels Mechanorezeptoren an den Antennen wahrnimmt und aktiv ergreift.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden in zwei separaten Eiersäcken am Hinterleib des Weibchens getragen.

❄️

Überwinterung

Diapause als Copepodid-Stadium (meist Stadium IV oder V) im Sediment der Gewässer.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Konsument im aquatischen Nahrungsnetz; reguliert Rotatorienpopulationen und dient als Fischfutter.

🦅

Natürliche Feinde

Planktivore Fische, räuberisches Zooplankton (z.B. Leptodora kindtii) und Insektenlarven (z.B. Chaoborus).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Cyclopiden wie Mesocyclops leuckarti oder räuberische Calanoida.

🌟

Ökosystemleistung

Unterstützung des Nährstoffkreislaufs und Bereitstellung von Biomasse für höhere trophische Ebenen.

⚠️

Bedrohungen

Eutrophierung (bei Extremwerten), Versauerung von Gewässern und chemische Schadstoffe.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Cyclopidae

Erkennungsmerkmale

Die Endglieder des 5. Beinpaars (P5) tragen zwei etwa gleich lange Anhänge. Die Verbindungsplatte des 4. Schwimmbeinpaars (P4) weist charakteristische spitze Auswüchse (Dornen) auf. Das Receptaculum seminis der Weibchen ist hammerförmig mit kurzen, seitlichen Ausläufern. Die Furca-Äste sind relativ kurz (ca. 2-3 mal so lang wie breit).

Fortpflanzung

Geschlechtliche Fortpflanzung; Weibchen tragen zwei seitliche Eisäcke. Die Entwicklung verläuft über Nauplius- und Copepodidstadien.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiges Bindeglied zwischen Primärproduzenten/Mikrozooplankton und höheren Trophieebenen (Fische); reguliert Rotatorien-Populationen durch Prädation.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Allgemeine Verschlechterung der Wasserqualität, extreme Versauerung und invasive Arten, die den Fraßdruck im Pelagial massiv erhöhen.

Wikipedia →