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Makrozoobenthos

Amerikanische Mützenschnecke

Ferrissia fragilis

RL LC🔬 Zeigerart

Die Amerikanische Mützenschnecke ist eine kleine Süßwasserschnecke mit einer napfförmigen, ungespiralten Schale. Sie erreicht meist nur eine Länge von 2 bis 4 Millimetern und ist oft transparent oder hellbraun gefärbt. Ursprünglich in Nordamerika heimisch, hat sie sich weltweit als invasive Art in Aquarien und natürlichen Gewässern verbreitet. Sie bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit reichem Pflanzenwuchs und ist für ihre Fähigkeit bekannt, Trockenperioden durch ein Septum in der Schale zu überstehen.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Dünne, mützenförmige Schale ohne Windungen; Apex (Spitze) leicht nach rechts hinten versetzt; Schale oft sehr fragil und durchscheinend.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, tritt jedoch oft massenhaft an geeigneten Substraten auf.

🍽️

Ernährung

Weidet Biofilme, Kieselalgen und feines organisches Material von Oberflächen ab.

🥚

Laichsubstrat

Unterseiten von Wasserpflanzenblättern, Steine oder Plastikoberflächen.

❄️

Überwinterung

Überwintert im Sediment oder an Pflanzenresten; kann Trockenheit durch Septumbildung überdauern.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Primärkonsument, der Algenaufwuchs kontrolliert und als Beute für kleine Prädatoren dient.

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Natürliche Feinde

Kleine Fische, Egel, räuberische Insektenlarven und Wasservögel.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Napfschnecken wie Acroloxus lacustris oder junge Ancylus fluviatilis.

🌟

Ökosystemleistung

Unterstützt den Nährstoffkreislauf durch den Abbau von Periphyton.

⚠️

Bedrohungen

Starke chemische Belastung von Gewässern und vollständige Zerstörung von Habitaten.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Planorbidae (Tellerschnecken)

Erkennungsmerkmale

Der Apex ist stumpf und nach rechts versetzt, was sie von Ancylus fluviatilis und Acroloxus lacustris (beide Apex nach links) unterscheidet. Die Art kann bei Austrocknung ein Septum ausbilden (Septifer-Form). Die Schale ist extrem dünn, durchscheinend und weist feine Radiärstreifen am Apex auf.

Ernährung

Abraspeln von Algenaufwuchs (insbesondere Kieselalgen/Diatomeen), Biofilmen und feinem Detritus von Pflanzenoberflächen.

Fortpflanzung

Hermaphroditisch, wobei Selbstbefruchtung (Autogamie) sehr häufig ist. Die Eier werden in kleinen, gallertartigen Kapseln mit meist 1 bis 3 Eiern an festem Substrat abgelegt.

Rolle im Nahrungsnetz

Primärkonsument; wandelt benthische Primärproduktion in tierische Biomasse um und dient als Beute für Fische und Invertebraten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Keine signifikanten Bedrohungen bekannt; die Art ist ein erfolgreiches Neozoon mit hoher Ausbreitungstendenz.

Schutzmaßnahmen

Keine Schutzmaßnahmen erforderlich; Monitoring der weiteren Ausbreitung in europäischen Gewässern empfohlen.

Quellen

Wikipedia →