Gewöhnliche Waldrebe
Clematis vitalba
Die Gewöhnliche Waldrebe ist eine sommergrüne, verholzende Kletterpflanze, die Längen von bis zu 30 Metern erreichen kann. Sie zeichnet sich durch ihre gegenständigen, gefiederten Blätter und die zahlreichen, cremeweißen Blüten aus. Besonders auffällig sind die fedrig behaarten Fruchtstände, die im Winter lange an der Pflanze verbleiben. Sie bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen.

Details
Habitatfunktion
Bietet Nistplätze und Versteckmöglichkeiten für Vögel und Kleinsäuger; dient als Kletterhilfe für Insekten.
Nährstoffaufnahme
Hohe Kapazität zur Aufnahme von Nitrat aus dem Boden.
Nahrungsquelle für
Bienen, Schwebfliegen und Käfer (Pollen); Blätter für spezialisierte Schmetterlingsraupen.
Nutzung durch Menschen
Früher für Korbflechterei und als Seilersatz; Zweige wurden als 'Kindertabak' geraucht (giftig!). Heute als Zierpflanze.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Liane in europäischen Wäldern; bietet vertikale Strukturen für Tiere und dient als Pollenquelle.
Natürliche Feinde
Raupen verschiedener Nachtfalterarten wie der Waldreben-Spanner (Horisme vitalbata).
Konkurrenzarten
Andere Kletterpflanzen wie Efeu (Hedera helix) oder Hopfen (Humulus lupulus).
Ökosystemleistung
Bodenfestigung an Böschungen, Erosionsschutz, Lebensraum für Insekten und Vögel.
Bedrohungen
Forstwirtschaftliche Entnahme zur Vermeidung von Lichtkonkurrenz für Nutzhölzer.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Keine unmittelbare Gefährdung; lokal durch intensive forstliche Nutzung oder Rodung von Waldmantelgesellschaften.