Uferwolfspinne
Arctosa littoralis
Die Uferwolfspinne ist eine der größten heimischen Wolfspinnen und ein hochspezialisierter Bewohner von dynamischen Sand- und Kiesufern. Durch ihre hellgraue bis bräunliche Färbung ist sie auf sandigem Untergrund nahezu unsichtbar. Sie ist überwiegend nachtaktiv und verbirgt sich tagsüber in selbst gegrabenen Wohnröhren im Sand. Die Art ist aufgrund des Verlusts natürlicher Flusslandschaften in Mitteleuropa stark gefährdet.

Details
Erkennungsmerkmale
Sandfarbene Grundfärbung mit dunkler, fleckiger Zeichnung; Beine deutlich dunkel geringelt; keine dichte Behaarung auf dem Vorderkörper.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch und kannibalisch gegenüber kleineren Artgenossen.
Ernährung
Räuberisch von bodenlebenden Insekten, anderen Spinnen und kleinen Gliederfüßern.
Jagdstrategie
Aktiver Lauerjäger; die Beute wird ohne Netz durch schnelles Zustoßen überwältigt.
Überwinterung
Überwinterung als adultes oder subadultes Tier in tiefen Erdröhren im Sandboden.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator in Pioniergesellschaften von Uferökosystemen.
Natürliche Feinde
Vögel, Wegwespen (Pompilidae) und größere räuberische Käfer.
Konkurrenzarten
Andere Wolfspinnenarten wie Pardosa-Arten im selben Habitat.
Ökosystemleistung
Regulierung von Insektenpopulationen in Uferbereichen.
Bedrohungen
Uferverbauung, Flussbegradigung, Verlust von Sandbänken durch fehlende Dynamik und touristische Trittbelastung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Große Wolfspinne der Gattung Arctosa. Charakteristisch ist das Fehlen einer deutlichen Zeichnung zugunsten einer Tarnfärbung. Die Beine sind deutlich dunkel geringelt oder gefleckt. Die Augenanordnung ist typisch für Lycosidae: eine vordere Reihe aus vier kleinen Augen und dahinter zwei Reihen aus jeweils zwei großen Augen. Im Vergleich zu Arctosa cinerea meist etwas kleiner und mit feinerer Punktierung.