Rapsweißling
Pieris napi
Der Rapsweißling ist ein mittelgroßer Tagfalter aus der Familie der Weißlinge. Seine Flügeloberseiten sind weiß mit dunklen Spitzen, während die Unterseiten der Hinterflügel eine markante grünlich-graue Äderung aufweisen. Er besiedelt feuchte Wiesen, Waldränder und Gärten und ist in ganz Europa weit verbreitet. Die Art bringt pro Jahr meist zwei bis drei Generationen hervor und überwintert als Puppe.

Details
Erkennungsmerkmale
Grünlich-grau bestäubte Adern auf der Hinterflügelunterseite; Flügelspannweite 35-45 mm; weiße Grundfarbe.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Männchen zeigen Patrouillenflüge zur Suche nach paarungsbereiten Weibchen.
Ernährung
Raupen fressen Blätter von Kreuzblütlern wie Wiesenschaumkraut oder Knoblauchsrauke. Adulte ernähren sich von Nektar.
Laichsubstrat
Blattunterseiten von Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae).
Überwinterung
Überwinterung als Gürtelpuppe an Pflanzenstängeln, Zäunen oder Mauern.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Bestäuber für Wildpflanzen und bedeutende Beute für insektenfressende Vögel und Wirbellose.
Natürliche Feinde
Vögel, Spinnen, räuberische Insekten sowie Schlupfwespen als Parasitoide.
Konkurrenzarten
Andere Weißlingsarten wie Pieris rapae (Kleiner Kohlweißling).
Ökosystemleistung
Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, hoher Pestizideinsatz und Verlust von feuchten Wiesenstandorten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Das wichtigste Merkmal ist die dunkle Beschuppung der Adern auf der Hinterflügelunterseite (daher der Name 'Green-veined White'). Im Gegensatz zu Pieris rapae sind die Adern über ihre gesamte Länge markiert. Die Intensität der Aderzeichnung variiert zwischen den Generationen (Saisondimorphismus).