Fieberklee
Menyanthes trifoliata
Der Fieberklee ist eine ausdauernde Sumpfpflanze, die vor allem in Mooren und an Ufern der nördlichen Hemisphäre vorkommt. Er zeichnet sich durch seine dreizähligen Blätter aus, die an Klee erinnern, sowie durch seine auffällig gefransten, weißen bis blassrosa Blüten. Die Pflanze wächst aus einem kräftigen, kriechenden Rhizom, das im Schlamm verankert ist und oft dichte Bestände bildet. Ökologisch ist er bedeutend als Pionierpflanze in Verlandungszonen und als wichtige Nektarquelle für Insekten.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff durch Photosynthese, sowohl im Wasser als auch in der Luft.
Habitatfunktion
Dient als Laichsubstrat für Amphibien und als Versteck für aquatische Wirbellose.
Nährstoffaufnahme
Trägt zur Nährstoffbindung in Mooren bei, ist jedoch an nährstoffarme Bedingungen angepasst.
Nahrungsquelle für
Nektarquelle für Hummeln und Bienen; Blätter dienen Raupen der Fieberklee-Eule als Nahrung.
Nutzung durch Menschen
Traditionelle Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierpflanze in Verlandungsgesellschaften; trägt wesentlich zur Torfbildung bei und stabilisiert das Substrat.
Natürliche Feinde
Gelegentlicher Fraß durch Bisamratten oder Wasservögel.
Konkurrenzarten
Konkurrenzstarke Röhrichte wie Schilf (Phragmites australis) oder Seggen bei zunehmender Eutrophierung.
Ökosystemleistung
Wasserreinigung durch Nährstoffaufnahme, Erosionsschutz an Ufern, Bereitstellung von Lebensraum.
Bedrohungen
Entwässerung von Mooren, Torfabbau, Eutrophierung von Gewässern und allgemeiner Verlust von Feuchtgebieten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ über Samen, die durch Wasser (Hydrochorie) verbreitet werden. Vegetativ sehr effektiv durch das kriechende, verzweigte Rhizom, das dichte Teppiche bilden kann.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Zerstörung von Lebensräumen durch Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen, Eutrophierung von nährstoffarmen Gewässern und Klimawandel (sinkende Grundwasserspiegel).