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Makrozoobenthos

Große Erbsenmuschel

Pisidium amnicum

RL LC🔬 Zeigerart

Die Große Erbsenmuschel ist ein kleiner Süßwasser-Bivalve, der sich durch seine für die Gattung beachtliche Größe und die markanten konzentrischen Rippen auf der Schale auszeichnet. Sie besiedelt bevorzugt fließende Gewässer sowie die Brandungszonen von Seen mit sandigem oder kiesigem Substrat. Als Filtrierer spielt sie eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf aquatischer Ökosysteme. Die Art reagiert empfindlich auf Wasserverschmutzung, Versauerung und die Zerstörung ihres Lebensraums durch Gewässerausbau.

Details

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Erkennungsmerkmale

Schale kräftig und dickwandig, schief dreieckig-eiförmig; Oberfläche mit groben, regelmäßigen konzentrischen Rippen; Wirbel liegt deutlich hinter der Mitte.

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Sozialverhalten

Lebt einzelgängerisch im Sediment vergraben, kann aber bei günstigen Bedingungen in hohen Individuendichten auftreten.

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Ernährung

Filtriert organisches Material (Detritus) sowie Mikroorganismen wie Bakterien und Phytoplankton aus dem Wasser und der Grenzschicht zum Sediment.

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Laichsubstrat

Nicht zutreffend, da die Art lebendgebärend ist und die Larven in Bruttaschen der Kiemen heranwachsen.

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Überwinterung

Verbleibt im Sediment und reduziert die Stoffwechselaktivität während der Kälteperiode.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärkonsument, der zur Wasserklärung beiträgt und durch seine Grabtätigkeit das Sediment belüftet.

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Natürliche Feinde

Fische (insbesondere Karpfenartige), Wasservögel und räuberische Wirbellose wie Egel.

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Konkurrenzarten

Andere Pisidium-Arten und invasive Muscheln wie die Körbchenmuschel (Corbicula fluminea).

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Ökosystemleistung

Trägt zur Selbstreinigung von Gewässern durch Filtration und zum Nährstoffrecycling bei.

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Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Eutrophierung, Verbauung von Fließgewässern und die daraus resultierende Verschlammung der Sohle.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Sphaeriidae (Kugelmuscheln)

Erkennungsmerkmale

Größe (meist >7 mm), grobe konzentrische Streifung der Schalenoberfläche, Wirbel deutlich nach hinten verschoben, nur ein funktionaler Siphon (Anal-Siphon) vorhanden.

Fortpflanzung

Hermaphroditisch, ovovivipar; die Embryonen entwickeln sich in speziellen Bruttaschen der Kiemen und werden als fertige Jungmuscheln entlassen.

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