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Makrozoobenthos

Quellblasenschnecke

Physa fontinalis

RL LC🔬 Zeigerart

Die Quellblasenschnecke ist eine kleine, linksgewundene Süßwasserschnecke mit einer dünnen, glänzenden und oft durchscheinenden Schale. Sie erreicht eine Gehäusehöhe von etwa 7 bis 12 Millimetern und zeichnet sich durch einen Mantel aus, der fingerförmige Fortsätze über die Schale legt. Diese Art bevorzugt saubere, pflanzenreiche und sauerstoffreiche Gewässer wie Quellen, Bäche und klare Seen.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Linksgewundenes Gehäuse, Mantel mit fingerförmigen Fortsätzen (Mantellappen), fadenförmige Fühler, weite Eiförmige Mündung.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, zeigt kein ausgeprägtes Sozialverhalten.

🍽️

Ernährung

Ernährt sich als Weidegänger von Algenaufwuchs, Detritus und weichen Pflanzenteilen.

🎯

Jagdstrategie

Abweiden von Oberflächen mittels einer Radula (Raspelzunge).

🥚

Laichsubstrat

Glatte Oberflächen von Wasserpflanzen, Steinen oder Totholz.

❄️

Überwinterung

Überwinterung meist als adultes Tier oder Jungtier im Sediment oder an tiefer liegenden Pflanzenteilen.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Konsument in aquatischen Nahrungsketten; wandelt Primärproduktion und Detritus in tierische Biomasse um.

🦅

Natürliche Feinde

Fische, Egel, räuberische Insektenlarven (z.B. Libellenlarven) und Wasservögel.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Süßwasserschnecken wie Lymnaea stagnalis oder invasive Arten wie Physella acuta.

🌟

Ökosystemleistung

Unterstützt die Gewässerselbstreinigung durch Konsum von Algen und organischen Zerfallsprodukten.

⚠️

Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Eutrophierung und Verlust von natürlichen Quellhabitaten.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Physidae (Blasenschnecken)

Erkennungsmerkmale

Linksgewundenes (sinistrales) Gehäuse, das sehr dünnwandig, durchscheinend und stark glänzend ist. Das Gewinde ist kurz mit einem stumpfen Apex. Die Gehäusemündung ist weit und oval. Die charakteristischen Mantelfortsätze unterscheiden sie von anderen Familien wie den Lymnaeidae.

Ernährung

Algenaufwuchs (Periphyton), Detritus, Biofilme und zarte Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Hermaphroditisch (Zwitter); legt gallertartige, nierenförmige Eikapseln an Wasserpflanzen oder festem Substrat ab.

Rolle im Nahrungsnetz

Primärkonsument und Destruent; wandelt Algenbiomasse und Detritus in tierische Biomasse um.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Gewässerverschmutzung, Eutrophierung, Verlust von Makrophytenbeständen und Konkurrenz durch invasive Arten wie Physella acuta.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Renaturierung von pflanzenreichen Still- und Fließgewässern; Reduzierung von Nährstoffeinträgen.

Quellen

Wikipedia →