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Bestäuber

Rostrote Mauerbiene

Osmia bicornis

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Rostrote Mauerbiene ist eine der am häufigsten vorkommenden Wildbienenarten in Mitteleuropa und besiedelt vielfältige Lebensräume von Gärten bis hin zu Waldrändern. Sie zeichnet sich durch eine dichte, fuchsrote Behaarung am Thorax und Abdomen aus, was ihr ein hummelähnliches Aussehen verleiht. Als solitäre Art bildet sie keine Staaten, nutzt aber gerne künstliche Nisthilfen und Mauerritzen, die sie mit Lehm verschließt. Sie ist ein äußerst effektiver Bestäuber, der bereits bei kühlen Frühjahrstemperaturen aktiv wird.

Details

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Erkennungsmerkmale

Weibchen mit zwei kleinen 'Hörnern' am Kopfschild; Männchen mit weißer Gesichtsbehaarung und längeren Fühlern; Körper dicht rostrot behaart.

🐠

Sozialverhalten

Solitärlebend; Weibchen versorgen ihre Brut allein, nisten jedoch oft in großen Aggregationen an geeigneten Standorten.

🍽️

Ernährung

Polylektisch; nutzt Nektar und Pollen von über 15 verschiedenen Pflanzenfamilien, darunter Rosengewächse, Korbblütler und Ahorngewächse.

🥚

Laichsubstrat

Nutzung vorhandener Hohlräume in Holz, Stein, hohlen Pflanzenstängeln oder Insektenhotels; Verschluss mit Lehm.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als voll entwickeltes Insekt (Imago) in einem Kokon innerhalb der Brutzelle.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Bedeutender Bestäuber für eine Vielzahl von Wild- und Kulturpflanzen im zeitigen Frühjahr.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel (z.B. Meisen), parasitäre Wespen (z.B. Gasteruption), Bienenmilben (Chaetodactylus osmiae) und Speckkäfer.

⚔️

Konkurrenzarten

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und andere solitäre Bienenarten mit ähnlichen Nistplatzansprüchen.

🌟

Ökosystemleistung

Hocheffiziente Bestäubung von Obstkulturen (Apfel, Birne, Kirsche) und Erhalt der floristischen Diversität.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Nistplätzen durch Sanierung von Gebäuden, Einsatz von Insektiziden und Rückgang des Blütenangebots.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Bauchsammlerbienen

Erkennungsmerkmale

Namensgebend sind die zwei kleinen, hörnchenartigen Fortsätze am Clypeus (Kopfschild) der Weibchen. Als Bauchsammlerin besitzt das Weibchen eine rötliche Sammelbürste (Scopa) auf der Unterseite des Abdomens. Die Art ist kräftig gebaut und ähnelt oberflächlich einer kleinen Hummel.

Lebensraum

Sehr vielseitig (euryök); besiedelt Gärten, Parks, Streuobstwiesen, Waldränder und den urbanen Siedlungsraum (synanthrop).

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Einsatz von Pestiziden (Neonicotinoide); Mangel an Nistplätzen durch energetische Gebäudesanierung; Rückgang der Blütenvielfalt in der Agrarlandschaft.

Bestandstrend

Stabil bis zunehmend; die Art gilt als häufigste Mauerbiene Mitteleuropas und profitiert stark von künstlichen Nisthilfen.

Schutzmaßnahmen

Bereitstellung von Nisthilfen (Bohrungen 6-9 mm); Erhalt von Totholz und Lehmstellen; Anpflanzung heimischer Frühblüher und Verzicht auf Insektizide im Garten.

Wikipedia →