Berg-Ahorn
Acer pseudoplatanus
Der Berg-Ahorn ist ein stattlicher Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 40 Metern erreicht und ein Alter von etwa 500 Jahren erlangen kann. Er zeichnet sich durch seine charakteristischen, fünflappigen Blätter und eine im Alter schuppig abblätternde Borke aus. Als Halbschattenbaum bevorzugt er kühle, feuchte Standorte und nährstoffreiche, tiefgründige Böden.

Details
Sauerstoffproduktion
Hoch, aufgrund der großen Blattfläche und schnellen Wachstumsrate in der Jugend.
Habitatfunktion
Nistplatz für Vögel; Lebensraum für Epiphyten; Nahrungsquelle für Insektenlarven und Samenfresser.
Nährstoffaufnahme
Hoher Bedarf an Calcium und Stickstoff; die leicht zersetzbare Streu verbessert die Bodenqualität.
Nahrungsquelle für
Honigbienen, Wildbienen und Schwebfliegen (Nektar/Pollen); Raupen des Ahorn-Spanners; Vögel und Kleinsäuger (Samen).
Nutzung durch Menschen
Verwendung des Holzes im Möbelbau, Innenausbau und Instrumentenbau (besonders geriegelter Ahorn für Geigenböden).
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Mischbaumart in Bergmischwäldern und Schluchtwäldern; Pionierbaumart auf Schutthalden; bietet Lebensraum für spezialisierte Flechten und Moose.
Natürliche Feinde
Reh- und Rotwild (Verbiss an Jungpflanzen), verschiedene Insektenlarven (z.B. Ahorn-Rindeneule).
Konkurrenzarten
Rotbuche (Fagus sylvatica) auf optimalen Standorten; Esche (Fraxinus excelsior) in feuchten Lagen.
Ökosystemleistung
Produktion von wertvollem Edellaubholz; Erosionsschutz an Hanglagen; wichtige Nektarquelle für Insekten; Kohlenstoffspeicherung.
Bedrohungen
Trockenstress durch Klimawandel, Rußrindenkrankheit (Cryptostroma corticale), übermäßiger Wildverbiss.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Zunehmende Sommertrockenheit und Hitze (Klimawandel), Ausbreitung der Rußrindenkrankheit, forstwirtschaftliche Bevorzugung anderer Arten.