Flatterulme
Ulmus laevis
Die Flatterulme ist ein stattlicher Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 35 Metern erreicht und vor allem in Hartholzauen anzutreffen ist. Sie ist besonders gut an sauerstoffarme, zeitweise überschwemmte Böden angepasst und bildet im Alter oft markante Brettwurzeln zur Stabilisierung aus. Ihre Blüten und Früchte hängen an langen Stielen, was ihnen bei Wind eine charakteristische flatternde Bewegung verleiht.

Details
Sauerstoffproduktion
Sehr hoch aufgrund der großen Blattoberfläche eines ausgewachsenen Baumes.
Habitatfunktion
Bietet Schutzraum und Nahrung für xylobionte Käfer und Habitat für epiphytische Moose und Flechten.
Nährstoffaufnahme
Effektive Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus periodisch überschwemmten Sedimenten.
Nahrungsquelle für
Larven des Ulmen-Zipfelfalters, verschiedene Vögel (Samen), Wildtiere (Rinde/Triebe im Winter).
Nutzung durch Menschen
Holz für Furniere, Wagnerei und Drechslerarbeiten; Verwendung als Zierbaum in Parks wegen Resistenz gegen Stadtklima.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Strukturart in Hartholzauen; bietet Nistplätze für Vögel und Lebensraum für spezialisierte Insekten wie den Ulmen-Zipfelfalter.
Natürliche Feinde
Ulmensplintkäfer (Vektoren für Schlauchpilze), verschiedene blattfressende Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Esche (Fraxinus excelsior), Stieleiche (Quercus robur), Bergahorn (Acer pseudoplatanus).
Ökosystemleistung
Hochwasserschutz durch Uferstabilisierung, Kohlenstoffspeicherung, Filterung von Sedimenten in Auen.
Bedrohungen
Verlust von Auenhabitaten durch Flussbegradigung, Grundwasserabsenkung, eingeschränkt auch das Ulmensterben.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust von Dynamik in Flussauen durch Regulierung, Grundwasserabsenkung, Hybridisierung (selten) und lokale Ausbrüche des Ulmensterbens.