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Trockenrasenflora

Ästige Graslilie

Anthericum ramosum

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Ästige Graslilie ist eine grazile, ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 70 Zentimetern erreicht. Sie zeichnet sich durch einen rispig verzweigten Blütenstand mit zahlreichen weißen, sternförmigen Blüten aus. Die schmalen, grasartigen Blätter sind grundständig angeordnet und deutlich kürzer als der Blütenstand. Sie bevorzugt sonnige, kalkreiche Standorte wie Halbtrockenrasen oder lichte Eichenwälder.

Details

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Habitatfunktion

Bietet spezialisierten Insekten wie Wildbienen und Schwebfliegen eine verlässliche Nahrungsquelle im Hochsommer.

🧹

Nährstoffaufnahme

Geringer Nährstoffbedarf; hocheffiziente Aufnahme in stickstoffarmen, kalkreichen Böden.

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Nahrungsquelle für

Wildbienen (z.B. Halictus-Arten), Schwebfliegen und verschiedene Tagfalter.

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Nutzung durch Menschen

Verwendung als Zierpflanze in naturnahen Gärten oder Steingärten; historisch vereinzelt medizinische Zuschreibungen ohne heutige Relevanz.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtige Nektarquelle für Insekten in Trockenbiotopen; trägt zur botanischen Diversität von Magerstandorten bei.

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Natürliche Feinde

Gelegentlicher Verbiss durch Rehe; Raupen einiger spezialisierter Nachtfalterarten.

⚔️

Konkurrenzarten

Wird bei ausbleibender Pflege durch Verbuschung (z.B. Schlehe) oder konkurrenzstarke Gräser (z.B. Landreitgras) verdrängt.

🌟

Ökosystemleistung

Unterstützung der Bestäuberpopulationen; Erosionsschutz auf kalkhaltigen Steilhängen durch das Wurzelwerk.

⚠️

Bedrohungen

Habitatverlust durch Landwirtschaftsintensivierung, Eutrophierung (Stickstoffeintrag) und Sukzession nach Aufgabe der Beweidung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Spargelgewächse (Asparagaceae)

Fortpflanzung

Generativ über Samen; vegetativ über kurze Ausläufer des Rhizoms (Horstbildung).

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verbuschung und Bewaldung infolge von Nutzungsaufgabe (Sukzession), Eutrophierung durch atmosphärische Stickstoffeinträge, intensive Beweidung.

Wikipedia →