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Spinnentier

Alpen-Riesenweberknecht

Gyas titanus

RL LC🔬 Zeigerart

Der Alpen-Riesenweberknecht ist einer der größten Weberknechte Europas und bewohnt bevorzugt feuchte, schattige Lebensräume wie Felswände in Bachnähe oder Höhleneingänge. Er zeichnet sich durch einen robusten Körper und extrem lange Beine aus, die eine Spannweite von über 15 Zentimetern erreichen können. Die Färbung ist meist dunkelbraun bis schwärzlich mit einer charakteristischen, oft hell umrandeten Sattelzeichnung auf dem Hinterleib.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Großer Körper (bis 12mm), extrem lange Beine (bis 10cm), dunkler Sattelfleck auf dem Abdomen, Augenhügel ohne Dornen, oft in Wassernähe zu finden.

🐠

Sozialverhalten

Größtenteils solitär, kann aber tagsüber in feuchten Felsspalten in lockeren Gruppen ruhen.

🍽️

Ernährung

Generalistischer Allesfresser, der kleine Insekten, Milben, Springschwänze und Schnecken jagt oder Aas verzehrt.

🎯

Jagdstrategie

Aktives nächtliches Suchen und Ergreifen von Beutetieren mit den Pedipalpen auf feuchten Oberflächen.

🥚

Laichsubstrat

Feuchtes Moos oder Erde in tiefen Felsspalten.

❄️

Überwinterung

Die Überwinterung erfolgt meist im Eistadium oder als Jungtier in geschützten Felsritzen.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Räuber und Aasfresser, der zur Kontrolle von Insektenpopulationen und zum Nährstoffkreislauf in alpinen Grenzlebensräumen beiträgt.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel (z.B. Wasseramsel), Amphibien, räuberische Laufkäfer und Spinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere große Weberknechte wie Gyas annulatus oder Mitopus morio.

🌟

Ökosystemleistung

Regulierung von Kleininsektenpopulationen und Abbau von organischem Material (Aas).

⚠️

Bedrohungen

Klimawandel und die damit verbundene Austrocknung von hygropetrischen Standorten (wasserüberrieselte Felsen).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Weberknechte

Erkennungsmerkmale

Größter Weberknecht Mitteleuropas; extrem lange, robuste schwarze Beine; deutlich segmentierter Hinterleib mit hellen Linien zwischen den Segmenten; schwarze Trochanteren (Hüftglieder); feiner heller Streifen auf dem Augenhügel.

Lebensraum

Hygrophile Art der montanen bis subalpinen Stufe (bis ca. 1850 m); bevorzugt kühle, schattige und sehr feuchte Standorte wie Bachschluchten, nasse Felswände und Schluchtwälder.

Rolle im Nahrungsnetz

Sekundärkonsument (Räuber) und Destruent (Aasfresser); reguliert Kleininsektenpopulationen in spezialisierten feuchten Habitaten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Verlust und Degradierung von Bachauen und Schluchtwäldern; Klimawandel (Erwärmung und Austrocknung kühler Mikrohabitate); Gewässerverbauung.

Bestandstrend

Langfristig rückläufig; in Deutschland als 'selten' mit Gefährdung unbekannten Ausmaßes (G) eingestuft; in Bayern 'gefährdet' (3).

Quellen

Wikipedia →