Hochthronender Schüppling
Pholiota limonella
Der Hochthronende Schüppling ist ein holzbewohnender Blätterpilz aus der Familie der Träuschlingsverwandten. Er zeichnet sich durch seinen leuchtend zitronengelben, schleimigen Hut aus, der mit anliegenden, bräunlichen Schuppen bedeckt ist. Die Art wächst meist büschelig als Saprobiont oder Schwächeparasit an lebenden oder toten Laubbäumen, oft in beträchtlicher Höhe über dem Boden. Seine Lamellen verfärben sich mit der Reife der Sporen von Gelb nach Rostbraun.

Details
Erkennungsmerkmale
Zitronengelber, schleimiger Hut mit bräunlichen Schuppen; rostbraunes Sporenpulver; büscheliges Wachstum an Holz; Stielbasis oft bräunend.
Ernährung
Ernährt sich saprobiontisch oder schwach parasitisch von Holzbestandteilen wie Lignin und Zellulose.
Überwinterung
Überwinterung als Myzel im Substrat (Holz).
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primärzersetzer im Waldökosystem, der Holz abbaut und Nährstoffe in den Kreislauf zurückführt.
Natürliche Feinde
Insektenlarven (insb. Pilzmücken), Schnecken und verschiedene Nagetiere.
Konkurrenzarten
Andere holzzersetzende Pilze wie der Sparrige Schüppling oder Hallimasch-Arten.
Ökosystemleistung
Stoffkreislauf-Regulierung durch Holzabbau.
Bedrohungen
Intensive Forstwirtschaft und die Entfernung von Alt- und Totholz.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Wichtigstes mikroskopisches Merkmal zur Unterscheidung von Pholiota aurivella sind die kleineren Sporen (6,0–8,5 x 4,0–5,0 µm). Makroskopisch ist die Art durch den sehr schleimigen, zitronengelben Hut und das Wachstum oft hoch oben an Baumstämmen charakterisiert. Besitzt Chrysocystiden (Pleurocystiden, die sich in KOH gelb färben).
Lebensraum
Laub- und Mischwälder, Auwälder, Parks und Gärten. Oft an stehenden Stämmen in beträchtlicher Höhe oder an liegenden starken Ästen.
Fortpflanzung
Sexuelle Vermehrung über Basidiosporen, die an vierporigen Basidien gebildet werden.
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Intensive Forstwirtschaft, die zur Entnahme von Alt- und Totholz führt; Verlust von naturnahen Laubmischwäldern.
Schutzmaßnahmen
Erhalt von Biotopholzbäumen und Belassen von stehendem Totholz in Wäldern; Förderung von Laubmischwäldern.