Stieleiche
Quercus robur
Die Stieleiche ist ein mächtiger, sommergrüner Laubbaum, der eine Höhe von bis zu 40 Metern erreicht und über 1000 Jahre alt werden kann. Charakteristisch sind die kurz gestielten, gebuchteten Blätter und die Eicheln, die an langen Stielen hängen. Sie ist eine ökologisch wertvolle Schlüsselart, die eine Vielzahl von Insekten und Tieren beherbergt. Besonders in Hartholzauenwäldern spielt sie eine zentrale Rolle im Ökosystem.
Details
Sauerstoffproduktion
Hoch aufgrund der großen Blattbiomasse ausgewachsener Bäume.
Habitatfunktion
Wichtiger Horstbaum für Greifvögel; Habitat für spezialisierte Totholzkäfer wie den Heldbock; Nahrungsquelle durch Eichelmast.
Nährstoffaufnahme
Mittel bis hoch; tiefreichendes Pfahlwurzelsystem zur Erschließung von Nährstoffen und Wasser.
Nahrungsquelle für
Eichelhäher, Eichhörnchen, Wildschweine, Rehe, über 400 Insektenarten.
Nutzung durch Menschen
Verwendung als robustes Bauholz (Schiffbau, Fachwerk), für Weinfässer, Möbelbau und historisch zur Schweinemast (Eichelmast).
Ökologie
Ökologische Rolle
Schlüsselart für die Biodiversität; bietet Lebensraum für Hunderte Insektenarten (v.a. Schmetterlinge und Käfer) sowie Pilze, Flechten und Vögel.
Konkurrenzarten
Rotbuche (auf schattigen Standorten), Eschen und Ulmen (in Auen).
Ökosystemleistung
Hochwertige Holzproduktion, Kohlenstoffspeicherung, Erosionsschutz in Flussauen, Wasserrückhalt im Boden.
Bedrohungen
Klimawandel (Zunahme von Trockenstress), Eichensterben (Komplexkrankheit), invasive Schädlinge wie der Eichenprozessionsspinner.