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Zooplankton

Gezähntes Rädertier

Brachionus calyciflorus

RL LC🔬 Zeigerart

Das Gezähnte Rädertier ist ein weit verbreitetes Süßwasser-Zooplankton mit einer festen Hülle (Lorica), die am vorderen Rand markante Dornen oder Zähne aufweist. Es bewegt sich mithilfe eines Räderorgans fort, das gleichzeitig zur Strudelernährung dient. Diese Art zeigt eine ausgeprägte Cyclomorphose, wobei die Länge der Dornen je nach Anwesenheit von Fressfeinden variieren kann.

Details

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Erkennungsmerkmale

Vier Dornen am Vorderrand der Lorica, transparente Körperhülle, runder bis ovaler Körperbau, oft mit Eiern am Fußende.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch, bildet jedoch bei hoher Nahrungsverfügbarkeit sehr dichte Populationen.

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Ernährung

Ernährt sich primär von Phytoplankton (einzelligen Algen), Bakterien und feinem Detritus.

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Jagdstrategie

Filtrierer; erzeugt mit dem Wimpernkranz einen Wasserstrom, der Nahrungspartikel zum Mund führt.

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Laichsubstrat

Eier werden meist am Fuß des Weibchens getragen oder direkt ins Wasser abgegeben.

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Überwinterung

Bildung von dickschaligen Dauereiern (Zysten), die im Sediment überdauern.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiges Bindeglied im Nahrungsnetz zwischen Primärproduzenten und kleinen Fischen.

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Natürliche Feinde

Räuberische Rädertiere (z.B. Asplanchna), Ruderfußkrebse und Fischlarven.

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Konkurrenzarten

Andere filtrierende Zooplankter wie Daphnien oder andere Brachionus-Arten.

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Ökosystemleistung

Trägt zur Kontrolle von Algenblüten und zur Nährstoffrezyklierung in Gewässern bei.

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Bedrohungen

Eutrophierung, chemische Wasserverschmutzung und invasive Arten.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Brachionidae

Erkennungsmerkmale

Vier Dornen am Vorderrand der Lorica; ausgeprägte phänotypische Plastizität (Zyklomorphose), bei der Hinterdornen als Abwehrreaktion auf Räuber-Kairomone (z. B. von Asplanchna) gebildet werden.

Fortpflanzung

Zyklische Parthenogenese: Überwiegend ungeschlechtliche Vermehrung durch amiktische Weibchen; bei Umweltstress (hohe Dichte, Kälte) erfolgt eine sexuelle Phase mit miktischen Weibchen.

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