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Aquatisches Insekt

Schwarzer Schwimmkäfer

Cybister lateralimarginalis

RL NT§ Geschützt🔬 Zeigerart

Der Schwarze Schwimmkäfer ist einer der größten europäischen Wasserkäfer und erreicht eine Länge von bis zu 37 Millimetern. Er besitzt einen stromlinienförmigen, ovalen Körper mit einer dunkelolivgrünen bis schwarzen Oberseite und einem charakteristischen gelben Seitenrand an Halsschild und Flügeldecken. Die Art bevorzugt stehende, warme und vegetationsreiche Gewässer wie Teiche, Seen und Altwasserarme. Sowohl die adulten Käfer als auch ihre Larven leben räuberisch und sind geschickte Schwimmer.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Großer, ovaler Körper; Oberseite schwarz-grün; gelbe Seitenränder an Halsschild und Elytren; Hinterbeine kräftig behaart (Ruderbeine).

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch; zeigt kannibalistisches Verhalten unter Larven bei hoher Dichte.

🍽️

Ernährung

Räuberisch; ernährt sich von Insektenlarven, Kaulquappen, kleinen Fischen und anderen Wirbellosen.

🎯

Jagdstrategie

Aktiver Lauerjäger und Verfolger; nutzt den Sehsinn und chemische Reize zur Beuteerkennung.

🥚

Laichsubstrat

Pflanzengewebe (Eier werden mit dem Legestachel in Wasserpflanzen eingebettet).

❄️

Überwinterung

Überwintert als Imago im Gewässerschlamm oder an Land in feuchter Ufernähe.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator im aquatischen Nahrungsnetz, reguliert Populationen von Amphibienlarven und Insekten.

🦅

Natürliche Feinde

Größere Raubfische (z.B. Hecht), Wasservögel (z.B. Reiher), Ringelnattern.

⚔️

Konkurrenzarten

Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis), andere große Dytiscidae.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Kontrolle von Mückenlarven.

⚠️

Bedrohungen

Lebensraumverlust durch Trockenlegung, Eutrophierung von Gewässern, Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Schwimmkäfer

Erkennungsmerkmale

Cybister lateralimarginalis zeichnet sich durch eine stromlinienförmige Gestalt aus, wobei die größte Körperbreite deutlich hinter der Mitte liegt. Im Gegensatz zur Gattung Dytiscus sind die Schienen (Tibien) der Hinterbeine extrem kurz und breit, fast quadratisch. Der Prosternalfortsatz ist spitz zulaufend. Die Männchen besitzen glatte Flügeldecken, während diese bei Weibchen in seltenen Fällen fein geriebelt sein können (meist aber ebenfalls glatt).

Rolle im Nahrungsnetz

Spitzenprädator unter den aquatischen Insekten; reguliert Populationen von Wirbellosen und Amphibienlarven.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Kleingewässern durch Entwässerung, Eutrophierung durch Düngereintrag, intensive Fischereiwirtschaft (Fischbesatz), Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und Verlandung von Habitaten.

Bestandstrend

In Deutschland regional unterschiedlich; in Norddeutschland stabil bis zunehmend (Wärmebegünstigung), in südlichen Regionen teilweise gefährdet (Rote Liste 3).

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Neuanlage von vegetationsreichen Kleingewässern, Schaffung von Pufferzonen zur Landwirtschaft, Verzicht auf Fischbesatz in Naturschutzgewässern.

Wikipedia →