Schwarzer Schwimmkäfer
Cybister lateralimarginalis
Der Schwarze Schwimmkäfer ist einer der größten europäischen Wasserkäfer und erreicht eine Länge von bis zu 37 Millimetern. Er besitzt einen stromlinienförmigen, ovalen Körper mit einer dunkelolivgrünen bis schwarzen Oberseite und einem charakteristischen gelben Seitenrand an Halsschild und Flügeldecken. Die Art bevorzugt stehende, warme und vegetationsreiche Gewässer wie Teiche, Seen und Altwasserarme. Sowohl die adulten Käfer als auch ihre Larven leben räuberisch und sind geschickte Schwimmer.

Details
Erkennungsmerkmale
Großer, ovaler Körper; Oberseite schwarz-grün; gelbe Seitenränder an Halsschild und Elytren; Hinterbeine kräftig behaart (Ruderbeine).
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; zeigt kannibalistisches Verhalten unter Larven bei hoher Dichte.
Ernährung
Räuberisch; ernährt sich von Insektenlarven, Kaulquappen, kleinen Fischen und anderen Wirbellosen.
Jagdstrategie
Aktiver Lauerjäger und Verfolger; nutzt den Sehsinn und chemische Reize zur Beuteerkennung.
Laichsubstrat
Pflanzengewebe (Eier werden mit dem Legestachel in Wasserpflanzen eingebettet).
Überwinterung
Überwintert als Imago im Gewässerschlamm oder an Land in feuchter Ufernähe.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator im aquatischen Nahrungsnetz, reguliert Populationen von Amphibienlarven und Insekten.
Natürliche Feinde
Größere Raubfische (z.B. Hecht), Wasservögel (z.B. Reiher), Ringelnattern.
Konkurrenzarten
Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis), andere große Dytiscidae.
Ökosystemleistung
Biologische Kontrolle von Mückenlarven.
Bedrohungen
Lebensraumverlust durch Trockenlegung, Eutrophierung von Gewässern, Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Cybister lateralimarginalis zeichnet sich durch eine stromlinienförmige Gestalt aus, wobei die größte Körperbreite deutlich hinter der Mitte liegt. Im Gegensatz zur Gattung Dytiscus sind die Schienen (Tibien) der Hinterbeine extrem kurz und breit, fast quadratisch. Der Prosternalfortsatz ist spitz zulaufend. Die Männchen besitzen glatte Flügeldecken, während diese bei Weibchen in seltenen Fällen fein geriebelt sein können (meist aber ebenfalls glatt).
Rolle im Nahrungsnetz
Spitzenprädator unter den aquatischen Insekten; reguliert Populationen von Wirbellosen und Amphibienlarven.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust von Kleingewässern durch Entwässerung, Eutrophierung durch Düngereintrag, intensive Fischereiwirtschaft (Fischbesatz), Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und Verlandung von Habitaten.
Bestandstrend
In Deutschland regional unterschiedlich; in Norddeutschland stabil bis zunehmend (Wärmebegünstigung), in südlichen Regionen teilweise gefährdet (Rote Liste 3).
Schutzmaßnahmen
Erhalt und Neuanlage von vegetationsreichen Kleingewässern, Schaffung von Pufferzonen zur Landwirtschaft, Verzicht auf Fischbesatz in Naturschutzgewässern.