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Spinnentier

Hornkanker

Phalangium opilio

RL LC

Phalangium opilio, bekannt als Hornkanker, ist eine weit verbreitete Art der Weberknechte in der Paläarktis. Die Männchen besitzen charakteristische hornartige Fortsätze an den Cheliceren, die der Art ihren Namen geben. Sie sind primär dämmerungs- und nachtaktiv und besiedeln verschiedenste Lebensräume von Wäldern bis hin zu menschlichen Siedlungen. Als opportunistische Allesfresser spielen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem bei der Kontrolle von Kleininsekten.

Details

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Erkennungsmerkmale

Zwei Längsreihen von Dornen auf dem Augenhügel, lange Beine, Männchen mit hörnchenartigen Fortsätzen an den Kieferfühlern.

🐠

Sozialverhalten

Überwiegend einzelgängerisch, gelegentlich Bildung von Ruhegemeinschaften an geschützten Stellen.

🍽️

Ernährung

Generalistischer Räuber und Sammler; frisst Blattläuse, kleine Fliegen, Milben sowie tote Insekten und Pflanzensäfte.

🎯

Jagdstrategie

Aktives Umherlaufen und Ergreifen der Beute mit den Pedipalpen und Cheliceren.

🥚

Laichsubstrat

Feuchter Boden, Moos oder Falllaub zur Eiablage.

❄️

Überwinterung

Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa in der Regel im Eistadium im Boden.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in Agrarökosystemen, der zur biologischen Schädlingsbekämpfung beiträgt.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel, Eidechsen, Kröten, Spitzmäuse und räuberische Insekten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Weberknechtarten wie Opilio canestrinii oder Mitopus morio.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Blattläusen und anderen Kleininsekten.

⚠️

Bedrohungen

Intensive Landwirtschaft und der damit verbundene Einsatz von Breitbandinsektiziden.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Weberknechte

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die hornartigen Auswüchse auf dem zweiten Glied der Cheliceren (Kieferfühler) bei den Männchen. Der Augenhügel (Ocularium) trägt zwei Längsreihen mit jeweils 5 bis 9 kleinen Dornen. Die Beine sind extrem lang und dünn, wobei das zweite Beinpaar als Tastorgan fungiert.

Lebensraum

Sehr anpassungsfähig (eurytop). Besiedelt Offenland, Wiesen, Gärten, Äcker und Waldränder. Häufig synanthrop an Hauswänden und in Parks zu finden.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator von landwirtschaftlichen Schädlingen (Nützling). Dient selbst als Nahrungsquelle für Vögel, Amphibien und größere Spinnen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Einsatz von Breitbandinsektiziden in der Landwirtschaft und der Verlust von strukturreichen Saumbiotopen.

Bestandstrend

Stabil; Phalangium opilio gilt als eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Weberknechtarten weltweit.

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