Quirliges Tausendblatt
Myriophyllum verticillatum
Das Quirlige Tausendblatt ist eine untergetaucht lebende Wasserpflanze, die vor allem in stehenden oder langsam fließenden, nährstoffreichen Gewässern vorkommt. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre meist in Fünferquirlen angeordneten, kammförmig gefiederten Blätter aus. Im Herbst bildet sie spezielle Winterknospen (Turionen), die zu Boden sinken und der Überwinterung sowie der vegetativen Vermehrung dienen. Die unscheinbaren Blüten stehen in Ähren über der Wasseroberfläche.

Details
Sauerstoffproduktion
Hoch, besonders während der intensiven Wachstumsphase im Sommer.
Habitatfunktion
Dient als 'Kinderstube' für Fische und als Siedlungsraum für Aufwuchsorganismen.
Nährstoffaufnahme
Hohe Kapazität zur Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus dem Wasser.
Nahrungsquelle für
Wasservögel (z. B. Enten) und verschiedene phytophage Insektenlarven.
Nutzung durch Menschen
Verwendung als Zierpflanze in Gartenteichen und Kaltwasseraquarien.
Ökologie
Ökologische Rolle
Primärproduzent; bietet Lebensraum für Wirbellose und Schutz für Jungfische; trägt zur Sauerstoffversorgung des Gewässers bei.
Natürliche Feinde
Wasservögel, pflanzenfressende Fische (z. B. Rotfeder), Wasserschnecken.
Konkurrenzarten
Myriophyllum spicatum, Elodea canadensis, Ceratophyllum demersum.
Ökosystemleistung
Nährstofffixierung, Wasserklärung, Erosionsschutz des Sediments.
Bedrohungen
Gewässerverschmutzung, übermäßige Eutrophierung, mechanische Störungen durch Bootsverkehr.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ über Samen; vegetativ sehr effektiv durch Turionen (Winterknospen) sowie durch die Bewurzelung von abgebrochenen Sprossteilen (Fragmentierung).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Übermäßige Eutrophierung (führt zu Algenwattierung), mechanische Entkrautung, Herbizideintrag aus der Landwirtschaft und Zerstörung von Flachwasserzonen.