Vierhorn-Grünalge
Tetraedron minimum
Die Vierhorn-Grünalge ist eine weit verbreitete, einzellige Süßwasser-Grünalge aus der Familie der Chlorococcaceae. Ihre Zellen weisen eine markante tetraedrische oder flach-quadratische Gestalt mit konkaven Seitenrändern auf, wobei die Ecken oft in kurzen, zahnartigen Spitzen enden. Sie lebt primär planktisch in stehenden oder langsam fließenden Gewässern und bevorzugt nährstoffreiche Bedingungen. Die Vermehrung erfolgt ungeschlechtlich durch die Bildung von zwei bis acht Autosporen innerhalb der Mutterzelle.
Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff als Nebenprodukt der Photosynthese im Epilimnion.
Habitatfunktion
Dient als Nahrung für filtrierendes Zooplankton.
Nährstoffaufnahme
Nimmt gelöste anorganische Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat aus dem Wasser auf.
Nahrungsquelle für
Daphnien, Rädertiere und andere Mikroherbivoren.
Nutzung durch Menschen
Gelegentlich in der Forschung zur Untersuchung von Algenmorphologie und Taxonomie genutzt.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primärproduzent; bildet die Basis des aquatischen Nahrungsnetzes.
Natürliche Feinde
Zooplankton (z. B. Rädertiere, Wasserflöhe).
Konkurrenzarten
Andere planktische Grünalgen und Cyanobakterien.
Ökosystemleistung
Sauerstoffproduktion durch Photosynthese und Kohlenstofffixierung.
Bedrohungen
Übermäßige Pestizidbelastung in Gewässern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristische tetraedrische Form mit konkaven Rändern; ein einzelner großer Chloroplast, der fast die gesamte Zelle ausfüllt und ein deutliches Pyrenoid besitzt. Die Zellwand ist fest, glatt oder fein punktiert und besteht primär aus Cellulose.
Fortpflanzung
Asexuelle Vermehrung durch die Bildung von 4 oder 8 (selten 16) Autosporen innerhalb der Mutterzelle, die durch das Aufreißen der Zellwand freigesetzt werden.
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Allgemeine Verschlechterung der Wasserqualität durch toxische Schadstoffe; die Art selbst profitiert jedoch oft von anthropogener Eutrophierung.
Schutzmaßnahmen
Keine spezifischen Artenschutzmaßnahmen erforderlich; allgemeiner Schutz von Gewässerhabitaten und Management des Nährstoffhaushalts.