Waldeidechse
Zootoca vivipara
Die Waldeidechse ist eine kleine, bräunlich gefärbte Eidechse, die für ihre Anpassung an kühle und feuchte Lebensräume bekannt ist. Ein besonderes Merkmal ist die Ovoviviparie, bei der die Jungtiere voll entwickelt in dünnen Eihüllen zur Welt kommen. Sie besiedelt ein riesiges Areal von Westeuropa bis nach Ostasien und kommt sogar nördlich des Polarkreises vor.

Details
Erkennungsmerkmale
Kleine Schuppen, braune Grundfarbe, dunkle Seitenstreifen, oft helle Rückenlinie; Bauchseite bei Männchen oft gepunktet.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch, zeigt jedoch eine geringere Territorialität als andere Eidechsenarten.
Ernährung
Ernährt sich von einer Vielzahl kleiner Wirbelloser wie Insekten, Spinnen und kleinen Schnecken.
Jagdstrategie
Aktiver Sichtjäger, der Beute durch Bewegung und chemische Reize (Züngeln) lokalisiert.
Überwinterung
Winterstarre in frostsicheren Verstecken wie Erdlöchern oder unter Totholz.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator für Insekten und gleichzeitig Beutetier für viele Vögel und Schlangen.
Natürliche Feinde
Greifvögel, Rabenvögel, Schlangen (z.B. Kreuzotter), kleine Raubsäuger und Hauskatzen.
Konkurrenzarten
Zauneidechse (in trockeneren Habitaten), Mooreidechse.
Ökosystemleistung
Beitrag zur biologischen Schädlingskontrolle durch Insektenverzehr.
Bedrohungen
Lebensraumverlust durch Entwässerung von Feuchtgebieten und intensive forstwirtschaftliche Nutzung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Kompakter Körperbau mit kurzem, stumpfem Kopf und relativ kurzen Beinen. Charakteristisch ist die Viviparie (Lebendgeburt), wobei die Jungen in einer dünnen Eihülle geboren werden. Im Vergleich zur Zauneidechse deutlich kleiner und zierlicher.
Lebensraum
Eurytope Art mit Präferenz für feuchte Standorte: Moore, Heiden, Waldränder, Kahlschläge, feuchte Bergwiesen und alpine Lagen bis über 2000 m. Benötigt Habitate mit hoher Luftfeuchtigkeit und ausreichendem Versteckangebot.