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Phytoplankton

Zarte Kieselalge

Fragilaria gracilis

RL LC🔬 Zeigerart

Die Zarte Kieselalge (Fragilaria gracilis) ist eine weit verbreitete Art der Kieselalgen, die vor allem in stehenden und langsam fließenden Gewässern vorkommt. Sie zeichnet sich durch ihre extrem schmalen, nadelartigen Zellen aus, die oft lockere, stern- oder zickzackförmige Kolonien bilden. Als photoautotropher Organismus spielt sie eine fundamentale Rolle als Primärproduzent in aquatischen Nahrungsnetzen.

Details

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Sauerstoffproduktion

Hoch; trägt wesentlich zur Sauerstoffsättigung in der euphotischen Zone bei.

🏠

Habitatfunktion

Besiedelt als Teil des Periphytons auch Oberflächen von Wasserpflanzen und Steinen.

🧹

Nährstoffaufnahme

Nimmt aktiv gelöstes Phosphat, Nitrat und insbesondere Silikat aus dem Wasser auf.

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Nahrungsquelle für

Primäre Nahrungsquelle für herbivores Zooplankton und benthische Weidegänger.

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Nutzung durch Menschen

Wichtige Referenzart in der biologischen Gewässerüberwachung gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Basis des aquatischen Nahrungsnetzes; fixiert Kohlenstoff und produziert Sauerstoff; dient als Nahrung für Zooplankton.

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Natürliche Feinde

Zooplankton (z. B. Daphnien und Ruderfußkrebse), Wimpertierchen und filtrierende Makroinvertebraten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere planktische Kieselalgen (z. B. Asterionella formosa) und Grünalgen bei der Konkurrenz um Licht und Silikat.

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Ökosystemleistung

Sauerstoffproduktion, Primärproduktion und wichtiger Teil der biologischen Kohlenstoffpumpe in Seen.

⚠️

Bedrohungen

Übermäßige Nährstoffeinträge (Eutrophierung), chemische Verunreinigungen und die Erwärmung der Oberflächengewässer.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Erkennungsmerkmale

Sehr schmale Schalenbreite (1,5–3 µm), extrem feine Transapikalstreifen (22–28 in 10 µm), die lichtmikroskopisch schwer auflösbar sind. Zentralarea fehlt oder ist nur einseitig minimal ausgeprägt.

Fortpflanzung

Asexuell durch vegetative Zellteilung mit sukzessiver Größenreduktion; sexuell durch Auxosporenbildung zur Wiederherstellung der Initialzellgröße.

Wikipedia →