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Pilz

Langer Moor-Schwefelkopf

Hypholoma elongatum

RL LC🔬 Zeigerart

Der Lange Moor-Schwefelkopf ist ein spezialisierter Pilz aus der Familie der Träuschlingsverwandten, der fast ausschließlich in feuchten Hoch- und Übergangsmooren vorkommt. Er lebt saprobiontisch und zersetzt abgestorbene Teile von Torfmoosen (Sphagnum). Charakteristisch ist der im Verhältnis zum kleinen Hut sehr lange, dünne und brüchige Stiel, der tief im Moospolster verankert ist. Die Fruchtkörper erscheinen meist gesellig zwischen Spätsommer und Spätherbst.

Details

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Erkennungsmerkmale

Hut 1-3 cm breit, blassgelb bis oliv-gelblich, hygrophan; Stiel auffallend lang (bis 10 cm) und dünn; Lamellen erst weißlich-gelb, später grauviolett; Sporenpulver dunkelviolett.

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Ernährung

Saprobiontisch; gewinnt Nährstoffe durch den Abbau von organischem Material, insbesondere von abgestorbenen Torfmoosen.

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Überwinterung

Überdauerung als Myzel im Moos-Substrat.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer in extrem nährstoffarmen Moor-Ökosystemen; trägt zum Stoffkreislauf bei.

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Natürliche Feinde

Insektenlarven, Schnecken.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere moorbewohnende Pilze wie der Heide-Schwefelkopf (Hypholoma ericaeum).

🌟

Ökosystemleistung

Nährstoffrecycling in Feuchtgebieten.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung des Lebensraums durch Entwässerung von Mooren, Torfabbau und Stickstoffeintrag (Eutrophierung).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Träuschlingsverwandte

Erkennungsmerkmale

Hauptmerkmale sind der extrem lange, dünne Stiel im Verhältnis zum kleinen Hut, das ausschließliche Vorkommen in Torfmoosen (Sphagnum) und die oliv-graue Färbung der reifen Lamellen. Mikroskopisch sind die relativ kleinen, glatten Sporen (ca. 7,5–9,5 x 4–5 µm) kennzeichnend.

Lebensraum

Nährstoffarme, saure Standorte wie Hochmoore, Zwischenmoore und nasse Heidegebiete; streng acidophil und hygrophil.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Basidiosporen, die an viersporigen Basidien gebildet werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Zerstörung des Habitats durch Entwässerung von Mooren, Torfabbau, Eutrophierung (Stickstoffeintrag) und Klimawandel (Austrocknung).

Schutzmaßnahmen

Schutz und Renaturierung von Mooren, Wiedervernässung ehemaliger Abbauflächen, Einrichtung von Pufferzonen zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen.

Wikipedia →