Gegliederter Flinkläufer
Bembidion articulatum
Der Gegliederte Flinkläufer (auch Gegliederter Ahlenläufer) ist ein kleiner Vertreter der Laufkäfer, der vor allem in feuchten Lebensräumen zu finden ist. Er zeichnet sich durch seine glänzende Oberfläche und die charakteristische gelbliche Zeichnung auf den dunklen Flügeldecken aus. Die Art ist ein flinker Räuber, der in der Nähe von Gewässern am Boden jagt.

Details
Erkennungsmerkmale
Körperlänge 3,0-3,9 mm; Kopf und Halsschild dunkel erzfarben; Flügeldecken mit zwei bis drei gelblichen Fleckenpaaren; Beine überwiegend rötlich-gelb.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch, tritt jedoch bei guten Bedingungen in hohen Dichten an Ufern auf.
Ernährung
Räuberische Ernährung von kleinen Wirbellosen wie Milben, Springschwänzen und Insektenlarven.
Jagdstrategie
Aktiver Sichtjäger, der seine Beute durch Schnelligkeit am Boden überwältigt.
Laichsubstrat
Feuchter Boden oder Schlamm in Ufernähe.
Überwinterung
Überwinterung als ausgewachsenes Insekt (Imago) in der Bodenstreu oder in hohlen Pflanzenstängeln.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator im Nahrungsnetz der Uferökosysteme; reguliert Populationen kleiner Wirbelloser.
Natürliche Feinde
Insektenfressende Vögel, Amphibien (z.B. Frösche) und größere räuberische Insekten.
Konkurrenzarten
Andere Arten der Gattung Bembidion und kleine räuberische Kurzflügler (Staphylinidae).
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle in Feuchtgebieten durch Prädation.
Bedrohungen
Verlust von Lebensräumen durch Uferverbauung, Trockenlegung von Feuchtgebieten und Einsatz von Pestiziden.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Kleine Art der Untergattung Trepanes. Der Halsschild ist herzförmig (cordiform) und an der Basis deutlich schmaler als die Flügeldecken. Die Punktreihen der Elytren sind kräftig ausgeprägt. Die Anordnung der hellen Flecken (Makeln) ist diagnostisch: eine vordere, eine hintere und meist eine kleine apikale Makel.
Lebensraum
Hygrophile Art, die offene, schlammige oder lehmige Uferbereiche von stehenden oder langsam fließenden Gewässern besiedelt. Häufig in Sekundärhabitaten wie Lehmgruben, Kiesgruben, Gräben und auf periodisch überschwemmten Flächen zu finden.