Wiesensalbei
Salvia pratensis
Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine charakteristische Staude der mitteleuropäischen Trocken- und Halbtrockenrasen. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern und fällt durch seine großen, tiefblau-violetten Lippenblüten auf, die in lockeren Quirlen angeordnet sind. Die Pflanze besitzt eine kräftige Pfahlwurzel und ist an sonnige, kalkhaltige Standorte angepasst.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff im Rahmen der Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Dient als Nektarquelle und Lebensraum für spezialisierte Insekten wie die Holzbiene.
Nährstoffaufnahme
Nimmt Stickstoff, Phosphat und Kalium aus dem Boden auf, bevorzugt jedoch nährstoffarme Verhältnisse.
Nahrungsquelle für
Hummeln, Holzbienen, Schmetterlinge (z.B. Taubenschwänzchen) und Wildbienen.
Nutzung durch Menschen
Verwendung als Zierpflanze in Gärten; historisch als Heilpflanze (weniger wirksam als Salvia officinalis) und zum Aromatisieren von Wein.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Nektarpflanze; Schlüsselart für Bestäuberinteraktionen durch den spezialisierten Hebelmechanismus, der nur von schweren Insekten ausgelöst werden kann.
Natürliche Feinde
Gelegentlicher Fraß durch Weidevieh oder Raupen verschiedener Nachtfalterarten.
Konkurrenzarten
Konkurrenzkräftige Gräser bei zu hoher Stickstoffdüngung.
Ökosystemleistung
Bereitstellung von Nektar und Pollen für Bestäuber, Unterstützung der Biodiversität in Agrarlandschaften.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft (Düngung), zu frühe Mahd und Verbuschung von Standorten durch Nutzungsaufgabe.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Vorwiegend generativ durch Samen; vegetative Vermehrung durch kurze Rhizomverzweigungen ist möglich, spielt aber eine untergeordnete Rolle.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft (Düngung, zu frühe Mahd), Aufgabe der Nutzung (Verbuschung/Sukzession) und Habitatfragmentierung durch Infrastruktur.